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Anleitung zum Selbststudium der Geologie : nach dem Book of Science / von Karl Hartmann
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332
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332 Don den unteren geschichteten

biegsam ist und dann biegsamer Sandstein, Ge-lenkquarz heißt. Er bildet in Brasilien weit verbrei-tete Gebirgsmassen und geht in Talk-, Chlorit- undThonschiefer über. Mit ihm zusammen kommt auchder Jtabirit oder Eisenglimmerschiefer, derviele Goldblättchen enthält, vor und geht in ihn, sowiein Talk- und Chloritschiefer über, ist aber nichtsehr verbreitet.

7) Kalkstein.

Syn. Urkalkstein.

Diese Felsart kommt auf verschiedene Weise mit denunteren geschichteten Gebirgsarten vor. Die körnige Ab-änderung ist übrigens durchaus nicht auf diese beschränkt,denn sie hat sich auch in den versteinerungsführenden For-mationen, wie z. B- in den belemnitischen Gesteinen derwestlichen Alpen gefunden. Dieser Kalkstein hat eine ver-schiedene Farbe, ist aber hauptsächlich weiß und krystalli-nisch, und liefert den wohlbekannten Statuen - Mar-mor Griechenlands und Italiens. Zuweilen ist er grob-körnig oder durch Beimengung von Glimmer- oderTalk-blättchen schieferig, oft wird er auch dicht und nimmtHornblende, Augit, Quarz rc. auf. Mit diesem Mar-mor und andern Gesteinen dieser Gruppe kommt auchkrystallinischer Dolomit vor. Ein merkwürdiges Gemenge,bestehend aus fast dichtem Sandstein mit kleinen Feld-spathkrystallen, ist der Lalcipkxrs teiäspatbiqus vom6ol äs Lonliowms am Montblanc-Gebirge.

8) W e i ß st e i n.

Syn. Granulit, Eurit.

Ein hauptsächlich, in manchen Fällen gänzlich ausdichtem Feldspath bestehendes Gestein, das aber auch sehrhäufig aus Feldspath und Quarz zusammengesetzt ist.Recht ausgezeichnet findet sich der Weißstem selten. Er