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Anleitung zum Selbststudium der Geologie : nach dem Book of Science / von Karl Hartmann
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oder Versteinerungslosen GebirgSarten. 333

ist grob und dickschieferig, wird auch wohl ganz massig,granitartig. Er enthält häufig Granat, Cyanid rc., undschließt sich hinsichtlich seiner Zusammensetzung an denQuarzsels an und namentlich an die Varietäten, welcheFeldspats» enthalten. Er tritt nie sehr ausgedehnt aufund ist im Allgemeinen dem Gneis, selten dem Glimmer-schiefer untergeordnet.

9) Gneis.

Besteht wesentlich aus Glimmer, Quarz und Feld-spath, in faserigem, grob - und dickschieferigem Gefüge,mit deutlicher Schichtung, wird zuweilen massig und gehtdann in Granit über. Kommt er verworren krystalli-nisch in regelmäßigen Lagern vor und liegen die Glim-merschüppchen nicht parallel den Schichten, so bildet erden so viel bestrittenen geschichteten Granit, derbesonders täuschend ist, wenn einzelne Feldspathkrystalledarin zerstreut liegen. Herrscht der Glimmer vor, soentsteht ein Übergang in Glimmerschiefer. DerGneis enthält hin und wieder verschiedene andere Mine-ralien eingemengt, zuweilen fehlt einer oder der andereGemengtheil, und durch das Fehlen des Quarzes, Feld-spaths, Glimmers oder der Hornblende oder zweier vondiesen und durch das Hinzutreten außerwesentlicher Ge-mengtheile werden sehr viele verschiedene Gemenge gebil-det. Der Gneis mit seinen Abänderungen hat > einesehr bedeutende Verbreitung.

Der Protogyn wird zweckmäßig neben dem Gneisbetrachtet, da der einzige Unterschied zwischen seinen ent-schiedenen geschichteten Abänderungen und dem Gneis dieSubstitution des Talkes, Topfsteins oder Chlorits für denGlimmer ist. Der Protogyn ist das bekannte granitischeGestein des Montblanc; er geht in den Gneis über unddieser in den Granit.