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Anleitung zum Selbststudium der Geologie : nach dem Book of Science / von Karl Hartmann
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Gebirgsarten.

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worren; die Masse geht allmälig in Hornfels, Horn-blendegestein, Alphanit und Diorit über, was besondersschön an der Roßtrappe, im Ockerthale und bei Nieder-böllen im Schwarzwaide zu beobachten ist.

Der Granit ist selbst noch nach der Bildung derKreidegruppe an die Oberfläche gekommen, wie sein schonfrüher erwähntes Vorkommen über dem Plänerkalk vonWeinbLhla bei Meißen beweist. Ebenso verhält es sichmit dem Syenit. Kaum kommt irgend eine massige! Gebirgsart vor, welche nicht irgendwo den Granit gang-fbrmig durchsetzte. Granitgänge im Granit sind nichtselten; Syenitgänge kommen im Schwarzwatde im Gra-nit an mehreren Orten vor; ähnliche Gänge finden sichim Granit der Vogesen. Feldspathporphyr imGranit kommt in Schottland, in Erzgebirge, im Schwarz-walde, im Harze und im Cornwall (dort Llvsn genannt)vor. Dieser Porphyr bildet selbstständige Gebirgsmassen,

> welche in Verbindung mit der Kohlengruppe und demrothen Sandsteine in Schlesien, im Saalkreise, im Saar-! brückschen, in den Odeviotlnlls vorkommen. Das Gesteinist hierbei von Trapp, Hornblende und Aügitgesteinen be-gleitet, welche oft in größeren Massen auftreten.

' Die Lrappgesteine, sowohl Hornblende- als Au-! gitgemenge, durchsetzen vom Gneis an alle geschichtetenGebirgsarten. In der Gcauwackengruppe kommen dieLrappgesteine vorzüglich als Diorite, Aphanite, Schal-steine und Feldspathporphyre vor, auch Mandelsteine sindnicht selten mit ihnen verbunden. Die Lrappgesteine, diehäufig in der Nähe quarzführender Porphyre die Gliederder Kohlengruppe durchbrechen, gehören den schwarzen- Porphyren an und sind.meistens Augitgesteine. Vielevon ihnen sind Basalt genannt, ob sie gleich wegen ihrerVerbindung mit vielen andern, dem Basalte gänzlichfremden Massen durchaus den Namen nicht verdienen.

Die Hypersthen- und Diallaggesteine schlie-I ßen sich in ihrem Vorkommen ganz an die Lrappgesteinean; sie kommen mit Granit im Gneise vor. ebenso wie' die Serpentine. Sie durchbrechen die Kohlengruppe,