3. Eigenschaften der Körper. iz
pers in einem bekannten Raume heißt die specifischeDichtigkeit desselben. A. E. Die specifische Dich-tigkeit des Wassers wird dadurch bestimmt, wenn manweiß, daß ein Pariser Kubikfuß Wasser 70 PariserPfund wiegt.
§. 46. Aufaß. In gleichförmig hichten Körpernverhalten sich die specifischen Dichtigkeiten bey gleichenRäumen, wie die Massen (Gewichte); bey gleichen Mas-sen (Gewichten) aber, wie die Raume umgekehrt. Z. E.Quecksilber ist r4mahl dichter, als Wasser, weil fürr Kubikzoll von beyden jenes r4mahl mehr Masse oderGewicht hat; und für .1 Pfund von beyden jenes nurT4 des Raums einnimmt.
§. 47. Anmerkung. Sind Räume und Massen un-gleich: so lassen sich entweder die Massen für einerley Raum,ober die Raume für einerley Masse mittelst der Regel de Triberechnen.
§.48. Erklärung. Da jeder Körper Ausdeh-nung und Materie hat, folglich aus Theilen besteht, diemir einander verbunden find, also auch wieder von ein-ander getrennt werden können: so kommt allen Körperndie Theilbarkei t zu, welche zwar beym Raume,aber nicht bey der Materie, ins Unendliche fortgehen kann.
§. 49.' Anmerkung. Dennoch kann die Theilung derMaterie sehr weit, und bis zu einer Feinheit getrieben werden,die uns in Erstaunen setzen muß, wie folgende Beyspiele be,weisen:
1. Pigmente, oder Farbrffoffe. Zwey Grane Karminfärben 20 Pfund Wasser sichrbar roth, und werden dadurch in153 Mill. und 60000c» sichtbare Theile getheilt. —
Ein Grau Kupfer, in Salmiakgeist aufgelöst, färbt 39»rheinl. Kubikzoll Wasser schön blau, und wird dadurch in 39»Mill. und 500000 sichtbare Theile getheilt.
2. Riechend «Aus flösse. Eine Kuöiklinie Lavendel«öhl durch Erwärmung vndönstet, erfüllt ein Zimmer mit sei-nem Gerüche. Setzt man das Zimmer 22' lang, »8' breit.