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man Lurch Zusammendrucken, ohne Trennung derThek,le, ihre Figur leicht und bleibend verändern könne.
§. 82. Erklärung. Eben hierauf beruhet dieEintheilung der Körper in spröde, frsgiiia, und zä-he, ductilia. Spr öd e'sind die, wenn man ihre Fi-gur, ooer die läge ihrer Theile verändern will, den Zu,sammenhang derselben verliehren und zerreißen oder zer,springen. Zähe oder dehnbare sind, welche dieLage ihrer Theile, ohne deren Zusammenhang zu ver-mehren, verändern laßen. Z. E. Glas ist der spröde,sie, Gold aber der dehnbarste Körper.
Bu merkn« <5. Eine ganz besondere Sprödigkeit habendie BoloqneserFlasche n, die man an der Stuft, und dieGlastropfen, die man im Wasser plötzlich abkühlt, wo-durch ihre Theile aufs äußerste gespannt werden. Glüht mansie aber wieder, und laßt sie langsam erkalten, so verliehren siediese Sprödigkeit.
§. 83. Erklärung.' Endlich entsteht auch hier-aus der Unterschied zwischen elastischen und un-elastischen Körpern, deren jene tbve veränderte Figurvon selbst wieder herstellen können, diese aber nicht»
§.84. Anmerkung 1. Die Elasticität oder Fe,derkraft, die bey verschiedenen Körpern von verschiedenenGraden ist, kann aufzweyerlcy Art wirken:
1. Durch Zusammenziehirnq, Contractio», als eineFolge der Cohaston, wenn ein zäher Körper, der in einen wei,tern Raum ausgedehnt wird, sich wieder zusammenzieht. Z.k. das elastische Gummi, die Stahlfedern, der Stahlring, dieStricke, gespannte Saiten, elfenbeinerne Kugeln.
2. Durch Ausdehnung, Expansion, als eine Folgedes Anrückflrßens, wenn der Körper, der in einen engern Raumgebracht ist, sich wieder ausdehnt. §. E. Luft, Dünste, Wär-nie, Licht.
Hierbey aber ist die expansive Elasticität theils ursprüng,lich, wie bey Wärme und Licht; tbeils m it getheilr, beyden übrigen, da z. E. Lust LNd Dünste ihre Expansion erstdurch Wärme erhalten.
§. 85»