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Cursus der angewandten Mathematik oder der physisch-mathematischen Wissenschaften / verfasset durch Johann Friedrich Lorenz
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ZL Einleitung»

§. lOZ» Erklärung. Mischung, synthesis,heißt die Verbindung ungleichartiger Theile zu einem ho-mogenen Ganzen; und deren Trennung Scheidung,analysis. Mengun g heißt die Verbindung ungleich-artiger Theile zu einem heterogenen Ganzen. Zusam-men h ä u f u n g heißt die Verbindung gleichartiger Theirle; und deren Trennung Theilung.

Z. E. Gemengt sind Granit, Porphyr, Sand-stein ; ge m i sch t Kalkstein, Flußspat, Salpeter. Oder:man reibe einen Theil Schwefel mit zwey Theilen trock-nen Kali, so ist das Pulver eine Mengung, wo dieTheile ihre Eigenschaften behalten. Schmelzt man aberdiese Mengung in einem verschlossenen Tiegel: so wirdes eine Mischung, oder ein Körper mit neuen Ei-genschaften. Eben so ist Kieselerde mit sixem Laugen-salze eine Mengung, und gibt im Feuer geschmolzenGlas, eine Mischung»

§.104. Erklärung. Die Bestandtheile oderGrundstoffe werden in nächste, entferntere, und ent-fernteste abgetheilt:

r. Die nächsten, proximae, machen die Mi-schung unmittelbar aus. A. E. Glas besteht aus Kie-selerde und sixem Laugensalze.

2. Die entfernterer», remotae, sind von denBestandtheilen eines gemischten oder gemengten Körperswieder Bestandtheile. I. E. Zinnober, ein gemisch-ter Körper, besteht aus Schwefel und Quecksilber; je-ner aus Vitriolsäure und Phlogifton (Brennstoffe);dieses aus mercurialischern Kalk und Phlogiston.

Granit, ein gemengter Körper, bestehet ausFeldsparh, Quarz und Glimmer: erster und zweyteraus Kiesel, Thon und Kalk, beyde nach verschiedene»Verhältnissen; dritter aus Thon, Kiesel, Kalk.