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Cursus der angewandten Mathematik oder der physisch-mathematischen Wissenschaften / verfasset durch Johann Friedrich Lorenz
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5. Grundstoffe der Körper.

Kap. 5. Grundstoffe der Körper.

Inhalt.

1. Grundstoffe durck chemische Zerlegung» §. 101.

2. Gegenwirkende Mittel, reagentia. ros.

3. Mischung, Scheidung, Mengung. 10z.

4. Abtheilung der Grundstoffe. 104^

5. Chemische Berwandschaft, stärkere und schwächere. 105. 106.

a. Verbindungs Verwandschaft. 107.

b. Wahlverwandschaft. *og. 109»

§. ior. Erklärung. Die ungleichartigen Thei-le eines Körpers, welche die chemischeZerlegunggibt /. 17., haben jeder seine eigene Natur, die vonder Natur des Körpers, den sie vor der Zerlegung aus-machten, ganz verschieden ist, und heißen Bestand-theile oder Grundstoffe, certes constitutivae, desKörpers. Z. E. Die Salpetersäure (der saure Saft,der aus dem Salpeter durch-Feuer getrieben wird) hateinen zusammenziehenden Geschmack, und färbt denblauen Veilgensaft roth. Das Langensalz (Kali, Pott-asche) hat einen scharfen brennenden Geschmack, undsärbtden Veilgensaft grün. Beyde verbunden, geben ei-ne Flüssigkeit, die einen salzigen kühlenden Geschmackhat, und die Farbe des Veilgensaftes ungeandert läßt.Wird diese Flüssigkeit gelinde verdunstet, so gibt sie inder Kälte Säulenkristalle, die man Salpeter nennt»Aus dem zerriebenen Salpeter erhalt man gleichartigeStaubgen §.50., deren jedes die Eigenschaften desGanzen besitzt und aus Salpetersäure und Kali bestehet»

§. lor. Erklärung. Diejenigen Materien, wel-che durch die Veränderungen, die sie erleiden oder hervor-bringen, die Natur oder dasDaseyn eines besondernStoffszu erkennen geben, heißen gegenwirkende Mittel,reagentia. Z. E. Die blauen Pflanzer.säfte, derenVerwandlung in roth oder grün, dasDaseyn eines sau-ren t oder Laugensalzeö verräth.

§» 103*