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Cursus der angewandten Mathematik oder der physisch-mathematischen Wissenschaften / verfasset durch Johann Friedrich Lorenz
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i4 Q Astronomische Wissenschaften.

32' unter dem Horizonte war, folglich um so viel durchdie Refraction gehoben ward. !

^ §. 27. Aufgabe. Die Größe der Refractionfür verschiedene Höhen (Astron. F. zx. 32.) durchBeobachtung zu finden.

Auflösung I. Man messe die Mittagshöhe einesSterns nahe beym Zenit, wo er sehr wenig Brechungleidet, suche hieraus seine Abweichung (Astron. §. 40,)und berechne darnach §. u. u. f. entweder mittelst des >Azimuts, oder mittelst des Stundenwinkels, den manaus übereinstimmenden Höhen findet, seine Höhe fürdie Zeit, da man sie beobachtete: so gibt der Unterschiedder berechneten und der beobachteten Höhe die Refra-ction für die beobachtete scheinbare Höhe. Vergl. 1 aLande Astronomie art. 2x70-73.

II. Oder: Man beobachte einen Stern, der ohnweitdes Zenits durch den Meridian geht, und messe seinenAbstand vvm Pol bey seiner obern und untern Culmina-tion: so wird der zweyte Abstand um soviel kleiner ge-sunden, als der erste, wo keine Refraction Stakt fin-det, um so viel die Refraction den Stern bey seiner un-tern Culmination erhöht. I.a Lande Astron. art. 2174.Da hierbcy die wahre durch die Refraction verbessertePolhöhe als bekannt vorausgesetzt wird; so kommt eshauptsächlich darauf an, die Refraction für die Höhedes Pols genau zu bestimmen. Was hierin 1 a Laillesehr sinnreich geleistet hat, darüber vergl. 1 a LandeAstronomie an. 217 5 - yo.

§. -8. Anmerkn n g. Da die Refraction in Höben über45. Grad weniger als eine Minute beträgt, also durch Werk«zeuge §. 27. nicht mebr beobachtet werden kann: so suchte manau« theoretischen Gründen ein allgemeines Gesetz, welche« dieR-fraction für jede Höhe bestimmte Einige nehmen die krum-me Linie (»stron. §, 29.) weil sie nur sehr wenig gebogen ist,als gerade an, und suchte» darnach Vorschriften für die Rech«

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