i8o Astronomische Wissenschaften.
gen durchläuft, dieselbe bleibe; da sich doch die Abweichung derSonne wohl an jedem Mittage, aber nicht so leicht außer Mit«tag beobachten läßt, auch dieselbe sich beständig verändert, wo«zu noch Unsicherheit wegen der Höhe, und Refractio« kömmt.Daher brauchen jetzt die Astronomen, wenn sie die Zeit bis aufeinzelne Secunden bestimme« wollen, nicht gern einzelne Hö-hen. Für gemeine Uhren aber, wo man an Minuten oderPaare von Minuten genug hat, ist eine einzelne Höhe hin-reichend, wobey man die Abweichung der Sonne für den zu-nächst liegenden Mittag annimmt, und ihre Veränderung nichtin Betracht' zieht. Wie man diese Veränderung dennoch mitin Rechnung bringen, und wie man sich der Zeit aus einzelnenSonnenhöhen richtiger, als der Sonnenuhren bedienen könne,zeigt Kästners III. astxon. Abhandl. 40. 42. Warum manden halben Lagebozeu der Sonne in wahrer Zeit ausdrückt,sehe man Kästners Anfangsgr. der Astronomie 102. VIII,bis X.
§. 90. Aufgabe. Zwischen der Weite, Par-allaxe und Höhe eines Planeten, und dem Halbmes-ser ver Erde, eine Vergleichung zu finden. (Astron.§. 117. u. f. Ftg. 127.)
Au fl ö su n g. Es sey die Höhe des Planeten — a,seine Hortzontalparallaxe CQA = p, die der Höhe azugehörige Parallaxe — «, die Wette des Planeten vonder Erde C Q = CL d, die er bey seiner täglichenBewegung nicht andere, endlich der ErdhalbmesserCÄ=r.
I. Da im rechtwinkligen A L A (Znach (Trigon. §.43.)C Q:C A — x :sinCQ A, das ist, d : r— 1 : sinp, sor
ist ün p = —.
II. Da im AACL, nach (Trkgon. §. 49.) ei,:6A— sin L A Z : sin C L A, das ist, d;r:=coIa:Iin«, so
ist Im« = = sinp . cosa,
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