VII
hält, wie es z. B. S. 76 bei Dominikus Beccafumivorkommt. In solchen Fällen muß wenigstens versuchtwerden, auf wahrscheinlichere Deutungen hinzuweisen.Ich bediente mich jener Ausdrücke und der Versucheanderer Erklärungen auch mehrmals bei Monogrammen,welche in Werken meiner Vorgänger gewissen Künstlernals bestimmt beigelegt werden, über welche aber Zweifelerhoben werden müssen-, theils weil die Zeit, in welcherdieselben lebten, zu den Jahrzahlen auf den angeführtenWerken und bei ihren Monogrammen nicht paßten, theilsweil, wie eben erwähnt, die Buchstaben des Künstler-zeichens nicht den Namen des angegebenen Künstlersandeuteten. Bedienten sich Künstler absichtlich -falscherMonogramme, wie es z. B. vorzüglich Preste.l imGebrauche hatte, so ist dies jedesmal bemerkt. Daß ichnicht blos daS Vorhandene nachschrieb, sondern kritischzu Werke gieng, wird der Kenner nicht in Abrede stellenkönnen. > Verschiedene Nachrichten und Originalquellen,die ich' Gelegenheit hatte zu benühen, führten mich so-wohl auf die Auflösung mancher bisher unenträthseltcrund unbekannter Monogramme, als auf manche Berich-tigungen meiner Vorgänger. Um soviel als möglich voll-ständig zu seyn wurden sogar ganz erdichtete Mono-gramme, die ebenfalls in früheren Werken vorkommen,
mit aufgenommen, wie z. B. auf S. 84, jedochmit der Bemerkung, daß dieselben entweder nur erdich-tet, oder unrichtig nachgebildet sind.
Wer^das Mühselige der Zusammenstellung so unend-lich zerstreuter Einzelheiten zu würdigen weiß, wird mirauch ohne Versicherung glauben, daß diese Arbeit nichtauf Gewinn berechnet war,, sondern daß ich für dieselbe