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erst die spateren Künstler. Bei den alten findet man schon,
’ daß mehrere zugleich das Kunstfach, welches sie vorzüglich'■ ausübten, bildlich zu bezeichnen pflegten. Setzten sie njcht
- die Anfangsbuchstaben von sculpfit etc. bei, so brachten sie
- bei ihrem Mönogramme den Grabstichel, das Schneidcmes-
i fcr, oder andere Instrumente an. Waren sie Bildhauer rc.,
- ' so suchten sie dieses ebenfalls durch Klüpfel, Meisel u. s. w.
e auszudrücken, wie man es deutlich bei PeterFlötnert <S. 300) findet. Doch dieser Gebrauch verschwand mit demS ±6. Jahrhundert, und mir sind nur wenige Monogrammei aus neuerer Zeit vorgekommen/ bei welchen ich solche Zeicheno noch antraf. Bei den Nachbildungen der Monogramme ließo ich meistens diese Nebcnbczcichnungen weg,, weil jeder Künst-
n lcr und Kunftlicbendc ohnehin weis, daß diese Zeichen eben
s so viel als: in Holz geschnitten, in Kupfer gestochen u. s. w.
s bedeuten. Auch würden diese Monogramme eine unnbthige
n Wiederholung erfordert haben, da dieselben häufig auch ohnec. Schneidemesser, Grabstichel u. dgl. vorkommen. Künstler,
m welche in geistliche Orden traten, wie dieses ehemals vor-
,, züglich in Italien häufiger der Fall war, als jetzt, fügten
, e ihrem Namen oder Monogramme ihr Amt oder ihre Würde
l d bei. So setzte P r i m a t i c c i o öfters seinem Namen oder
st Monogranime ein A. (Abbas, Abt) bei. Auch andere Künst-
a- lcr in spaterer Zeit, setzten, jedoch selten, die Stelle bei,
lt- welche sie im Staatsdienste bekleideten; so suchte der bam-
,g- bcrger Hofmaler Jakob Iiegler (S. 238) durch H. M.
ze- sich zu bezeichnen; Lucas Cranach, welcher am sachsi-
ze- scheu Hofe angestellt war, bezeichnete häufig seine Gemälde,
ntc Kupferstiche und Holzschnitte mit den beiden sächsischen Wap-
■tx* pen. Bis jetzt kam mir noch kein anderer Künstler vor, der
iete seine Werke auf ähnliche Weise bezeichnete. Hatten aber
ritt Künstler Namen, welche sie durch redende Zeichen auszu-
S. drücken vermochten, so ließen sie gewöhnlich die Anfangs-
lia, buchftabcn ihres Namens ganz weg, oder setzten nur jene
,b) ihres Taufnamcnö bei, wie die Monogramme des Georg
iber Hufnagel, Dirk van Staren, Jakob Iüberlein,