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Ioh. Ulrich Pilgrim, Sebastian Scharnagcl rc.zeigen. Diesen Gebrauch findet man schon bei Monogram-men aus dein 16'. Jahrhundert bis aus unsere Zeiten. Inder Monogrammenkunde veranlaßten besonders solche redendeZeichen, die man leicht auflösen zu können glaubte, häufigVerwirrung. Daher fühlte inan schon in dem 17. Jahrhun-dert das Bedürfniß., in eigenen Schriften über Monogram-mcn diese Zeichen der Künstler aufzulösen, und schon oa-mals war man nicht im Stande, sie alle zu cntrathseln;denn selbst in diesen alteren Werken trifft man viele Mo-nogramme an, welche als unbekannt aufgeführt sind.
Das erste Werk, welches mir bekannt wurde, undworin Monogramme vorkommen, ist ein Manuscript, wel-ches der nürnberger Patrizier Paul Behaim sibcr seineKunstsammlung fertigte. Es hat den Titel:
1618. Lrndlichc verzcichnuß vnnL Registratur, allermeiner 1) geschnittenen Kupfer, 2) Holzkunst, 3)vnnd gegossenen Blciftuck, so viel ich nach einanderdcroselben zuhanden gebracht rc. Paulus Behaim.
Dasselbe befand sich früher in der.Ebneri scheu Bib-liothek zu Nürnberg, aus deren Versteigerung ich cS erhielt."Murr gab davon in feinem Kunsijournal II. S. 193 zuerstNachricht, und erwähnte eilf Kupferstiche von geschrotncrArbeit mit der Zahrszahl 1440, welche darin verzeichnetseyn sollen. Diese Nachricht nahmen dann auch Jansscn,Bartsch, Duchesne rc. auf. Ein vollständiger Abdruckdieses Verzeichnisses würde matichc Berichtigung in der Ku-pfcrftichkunde bringen. Das erste gedruckte Buch aber, inwelchen: Monogramine von Malern und Kupferstechern vor-kommen, ist ein Verzeichniß, welches der stanzösische AbtMarollcs über seine Sammlung herausgab:
Catalogue de livres, d’estampes et de figur es entaille - douce. Paris 1672. 8.
Dieses Verzeichniß ist sehr selten; es wird darin über163 Monogramine, die sich auf Gemälden und Kupferstichenbefinden, Nachricht gegeben. Doch sind dieselben nicht im-