XVIII
Sowohl in Frankreich, als in Italien und Deutsch-land fühlte man, wcil die Liebhaberei für Kupferstiche sehrzunahm, das Bedürfniß eines Lexikons der besten Künstlerdieses Faches und ihrer besseren Arbeiten, und fast zu glei-cher Zeit beschäftigten sich mit einem solchen Werke zu Pa-ris Bqsan d. ä., welches auch zu Paris 1767 in drei Ban-den erschien, und in Italien der fleißige I. Gori Gari-tz ellini; Letzterer erlebte aber das Erscheinen seines Wer-kes nicht, denn er starb am 16. Dezember 1769 zu Ronr,wohin er in der Absicht reiste, dasselbe noch mehr zu ver-vollständigen; es kam erst 1771 zu Sicna heraus. In dem-selben finden sich auch mehrere, aber selten gut nachgebil-dete Monogramme. Es hat den Titel:
Notizie istoriche degl’ Intagliatori. Siena 1771. 8.3 Theile.
Eine neue Ausgabe davon erschien ebenfalls zu Siena1808. Das Werk setzte vom 4. bis zum 15. Theil L. d cAngelis fort, welcher vorzüglich das französische Werkbon H u b e r und Rost dazu benutzte. Alle Theile sindmit etwas besser geschnittenen, meistens aber schon sehr be-kannten Monogrammen ausgestattet. Gandellini'S Werkbeurtheilte sehr gründlich Hei necke in der neuen Bibliothekder schönen Wissenschaften, Leipzig 1775. Bd. XVII. Seite232 — 256. XVIII. 238 — 268. XIX. 209—245. XXI.204 — 255.
In England folgte ihm bald der Kupferstecher Jo-seph Strutt nach. Dieser gab in zwei Banden ein Lexi-kon der Kupferstecher, welches über 3000 derselben aufzahlt,heraus. Beigefügt sind mehrere Künstler-Monogramme undKopien von alteren sehr seltenen Blattern, welche der Ver-fasser selbst sehr schön gestochen hat. Das Werk hat denTitel:
A biographical Dictionary, containing an historicalaccount of all the Engravers from the earliesfcperiod of the art of Engraving to the prefenttime; and a short liste of their most esteetmed