XVII.
Anleitung, wie man die Bildnüsse berühmter und ge-lehrter Männer mit Nutzen sammeln soll. Nürn-berg 177«. 8.
Die Monogramme haben die Ucbcrschrift: Vcrzcichnußder bckandcste» Zeichen, deren sich Mahler und Kupscrstcchcrbei ihrer Arbeit bedient haben. Bei jedem Monogrammesteht der Name deS Künstlers. Ein unverschämter Plagia-riuS ließ jene cilf Tafeln nachstechen, vermehrte sie mit nocheiner zwölften, welche nicht mehr als 16 sehr bekannte Mo-nogramme enthalt, und gab sie mit einer 16 Seiten star-ken, grdßtcnthcilS aus Christ entnommenen Vorrede unterdiesem Titel heraus:
Kurze Erklärung der Zeichen alter berühmter Künstler,welcher sie sich bei Verfertigung der Bildnisse be-rühmter Männer bei ihren Arbeiten bedient haben.Wien 1798. 8.
Der geschickte französische Formschneider Joh. Mi-chael Papillon -sah, daß das Formschncidcn allmählichin Verfall gcrieth, und sogar mehrere Vortheile, welche altereKünstler hierin kannten, in Vergessenheit gekommen zu seynschienen. Dieses bewog ihn, ein Werk über die Praktik die-ser Kunst zu schreiben, durch welches man dieselbe nicht nurgründlich erlernen, sondern auch zur höchsten Vollkommen-heit bringen könnte. Dazu fügte er auch noch einen Theil,welcher eigentlich der erste ist, und die Geschichte der Form-schneidckunft enthalt. Dieser ist aber mit ausscrordcntlichvielen Irrthümern und Unwahrheiten, die lediglich in derEinbildung des Verfassers entsprungen sind, angefüllt; dochenthalt er nebst vielen andern schönen Holzschnitte» auchMonogramme von Formschncidern, unter welchen einigefrüher noch nicht bekannte vorkonnncn. Das Werk hat denTitel:
Traite' historique et pratique de Ia gravüre en bois,ouvrage enrichi des plus jolis morceaux de sacompofition, et de sa gravure. T. I. contenanttous les principes de cet art. Paris 17 66 . 8.
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