aemuliren.
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scheu Aegis, Benennung des KriegSschil-des des Jupiters und der Minerva. Da-her bedeutet es so viel als Schutz, Schirm.Z. E. Unter der Aegide des Gesetzes,unter dem Schutze des Gesetzes.
nemulireil (lat.), nacheifern, wettei-fern- — AemuIatlOl», Nacheiferung,Wetteifer.
Aeneide, ^sn-üs (lat.), ei» lateinischesHeldengedicht des römischen Dichters Bir-gilius, worin er die Schicksale des fluch-tige» Troier-Fürsten Aeneas besingt-
aenigmatisch lgriech.) , räthselhast,dunkel. Bon: Aenigilia. Räthsel. —aenigmatistren, in Räthsel» sprechen.
Aeolus (griech.), in der Fabellehre,der Gott der Winde. Die Mythe sagt,er habe die Winde in einer Höhle «inge-schlolsen gehalten, und nach Belieben los-gelassen. Er soll auch etwa einem Seefahrereinen mit Wind angefüllten Schlauch ge-geben haben, z. B. dem Ulysses. — Da-her: Aeols-Harfe, Windharfe, ein mitacht Saiten bezogenes Tonwerkzeug, dasan einem halb geöffneten Fenster, oder auchganz außer dem Fenster dem Zugwinde aus-gesetzt wird, worauf es bald eintönig, baldin mannigfaltigen und angenehme» Melo-dien ertönt. — Aeolipile, Wind-, Dampf-kugel zum Lothen und Schmelzen.
Aeonen (gciech.), lMehrh. von A e o n),
1. unermeßliche Zeiträume, Ewigkeiten.
2. Die personifizirte» ewigen Kräfte; guteGeister.
aequal llat.), gleich, gleichförmig. —Aequriles, Aequalen, Altersgenossen. —Aequnlität, Aequabilitat. Gleichheit,Gleichförmigkeit.—Aeqriatisn Gleichung.Ausgleichung, z. B. in der Sternkunde,Gleichmachung des ungleiche» Laufes einesPlaneten.
Aequanimität (lat.), Gleichmüthig-keit, Gelassenheit, Sanftmuth.
Aequator llat.), der große Zirkel oderKreis auf der Erdkugel, welcher dieselbe inzwei gleiche Hälfte», in die nördliche undsüdliche Halbkugel theilt, der Gleicher.Bon den Seefahrern wird dieser Kreis dieLinie genannt. — Denken wir diese Liniebis an die Fläche, die wir Himmel nennen,verlängert, so haben wir den Hlmmels-Aequator.
aequivok.
aequidlsiant llat-), gleich weit voneinander abstehend.
aequilateral llat.), gleichseitig, wasgleiche Seiten bat.
Aequillbriuin. tlat.), das Gleichge-wicht. Daher: Aequillbrist, t. einGleichgewichtskünstler, Gleichgewichtshal-ker, Ehrenname der Seiltänzer undLuftspringer. 2. Ein Philosoph, der an-nimmt, daß nur da wahr« Freiheit Stattfinde, wo ein völliges Gleichgewicht vonBestimmnugsgründe» vorhanden sei. — Aerquilibrisnius , eben diese Freiheikslehre.
Aequinoctium llat.), die Zeit, wennTag und Nacht gleich laug sind, Tag - undNachkgleiche. welche den 21 . oder 22. Merzund 21. oder 22. Herbstmonat eintrifft.—Aequiiioctial-Üiuie, eben das, wasAequator, weil in der Mitte zwischenbeiden Polen Tag und Nacht immer gleichsind. — Aequiiioctial-Gtürme, heftigeWinde zur Zeit der Tag. und Nachlglciche. —Aequtiioctlal-Raleiider, heißt derje-nige. in welchem das Jahr anfängt aufden Tag, wo die Tag- und Nachtgleicheim Herbstmonat einfallt, wie er wahrendder Revolution in Frankreich eingeführt war.Diesem ist entgegengesetzt der Solstitial -Kalender- lS:ehe Golslitlal) Ae«quinoctinl-Gonnenuhr, eine Sonnen-uhr, welche auf allen Punkten der Erdegebraucht werden kann.
Aequiparntion llat ), Gleichmachung.
— aequipnriren. gleich machen.
nequipollent llat.), gleichgelkend. gleich-viel bedeutend. — AequipolleilZ. Gleich-geltung; Gleichdeutigkeit.
Aequität (lat.), Billigkeit.
Aequivaleut (lat.), gleicher Werth,Werkhgleiches, Wcrthersay. Gegenerstat-tung, Entschädigung, Ersatz von gleichemWerthe, Z. E- für Istst fl. Früchte, statt100 fl. an Geld. Kommt her von. aequl-valiren. gleich oder eben so viel gelten,gleichen Werth habe».
aequivok (lat.), sgulvor,»- (franz.),zlveideutig, was aus verschiedene Weise ge-deutet oder verstanden werden kann, doppel-sinnig, daher auch schlüpfrig <Die Schwei-zer habe» den Provinzial-Ausdruck: cggisrvogglsch, d. h. zlveideutig, zweifelhaft.)
— Aequivokeu (als Hanptw), Zweideu-tigkeiten, schlüpfrige Worte.