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J.C. Schweizer's Fremdwörterbuch : zur Erklärung fremder Wörter und Redensarten, besonders in Bezug auf Alterthumskunde, Geschichte, Medizin, Rechtswissenschaft und Technologie
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82 Camaschcn.

des Reformators von Geiif. — Calvinist.Anhänger desselben

Camaschen, Ramaschen lfranz.),Ueberstrümpfe, Knöpfstrünipfe. — Manheißt Cama scheu - Dienst denjenigenKriegsdienst, in welchem mit kleinlicherStrenge und Aengstlichkeic auf das, wasden außer» Anzug betreffend vorgeschriebenist, gehalten wird.

Cambio l>tal), Wechsel, Wechselbries.— Cambial-Recht, Wechsrlrechr. —Cambist» Kaufmann, der mit Wechselnhandelr; Wechselhändler. — cambiiren.Wichselgeschafte treiben.

Cambrai, Cambrik, Kammertuch.

Cam°e, t- ei» geschnittener Edelsteinmit erhabener Figur, die aber eine andereFarbe, als der Grund hat; 2. ein einfar-biges graues Gemälde, ein Steingemälde.

Camelot, Zeug aus Kameelziegenhaa-reu und Wolle oder Seide. Ziegenhaar-zeug. — Cainelotine. dünnes auf Ca-melot-Art gewebtes Zeug von Ziegenhaarund Floretseide.

cameral, cameralistisch (nen-lat.),die Verwaltung der Staats-Einkünfke be-treffend. — Cameralist, einer, der sichmit der Cameralistik beschäftigt, d. h.mit der Wissenschaft, die alles in sich be-greift, was zur Verwaltung der Staats-Einkünfte gehört, mit der Staatswirth-schafcskunde.

tlamei'L ovscnr.r (lat.), ein verfinsterterKaste» oder Zimmer, worein das Licht nurdurch eine kleine Oeffnnng fallt, und inwelchem nach den Regeln der Lichtlehreäußere Gegenstände, wie z. B. eine um-liegende Landschaft, sich in genauem Ver-hältniß verkleinert abbilden, und auch dieBewegung belebter Gegenstände sich getreuabspiegelt; ei» Finsterkasten. — Das Ge-gentheil dieser Maschine ist Li»»?,» cl->r»oder l»cl<w, worin die äußern Gegenständedurch ei» erhabenes Glas betrachtet, »nge-mei» hell erscheinen, und sich so leichtnachzeichne» lassen; ein Lichlkastchen, eineHellkammer.

Camerarius (lat.), 1. ein Kämme-rer; der Vorgesetzte einer fürstliche» Kam-mer, welche die Landeseinkniiste verwaltet;2. ein Ehrentitel eines Landpredigers in derSchweiz, der in seinem Kapitel oder Kreisenach dem Dekan den Rang hat, und das

Canal.

sogenannte Kammergut, oder den CapitelS-Fond. verwaltet, auch in Abwesenheit desDekans den Vorsitz fuhrt. — Camerierlfranz.), der päpstliche Oberkämmerer. —Cameriera, Kammerfrau, Kammerdie-ner!».

Camisade, nächtlicher Ueberfall (inUeberhemden).

Camisarden (franz.), die Reformirtettin den Cevennen (im Süden Frankreichs).

Camista (ital), WeißesHemd, Chor-hemd.

Camisol lfranz.), kurzes Unterkleid,Weste mit Aermeln.

camminiren > beim Fechtet«, durch Rück-wärksschceite» dem Gegner eine Blöße zuentlocken suchen.

Camonen, Benennung der Muse».(Siehe dieses Wort).

Campagne (franz. sprich: Kampan-je>, 1. ein Landgut, Landhaus; 2. ei»Feldzug. — t> la , auf dem

Lande. — Campagnard, Landmann.

Campane llat.), 1. Glocke, besondersgläserne der Luftpumpe; 2. seidenes Frau-zenwerk mit kleinen Glöckchen von Silber,Gold u. s. w. — Cantpanologie,Glockenlehre-

Campecheholz, Blutholz, ei» »ord-amerikainscheS H«olz zum Färben.

Campement lfranz. sprich: Kampe-mang), das Feldlager eines Heeres; Lust-lager. — campiren , im Feldlager liegen,unter freiem Himmel sich lagern, i» Zel-ten wohnen. — Camp-volant (sprich:Eangwolang), ein Fluglagec, ein klei-nes Kriegsheer, welches bestimmt ist. denFeind bald hier, bald dort anzufallen.

Campus Martins (lat.). das Mars-feld, ein dem Mars lKricgsgott) geweide-ter, zu Waffeiiübnngeil bestimmter Platzbei Rom.

Canaille (franz. sprich: Kanalje),

1. der niedrige Pöbel, die schlechteste Volks-klasse, das Lumpengesindel, der Janhagel.

2. Eine niederträchtige Person. — ca»naillös, boshaft, niederträchtig.

Canal (lat.), l. Röhre, Rinne; ei»Graben, der das Wasser von einem Ortezum andern leitet, Wasserleitung; künstlich