96 chiffonniren.
mit verabredeten geheime» Zeichen versehen,<z. B- eins Waare).
chiffonniren (franz.), zerzausen, zer-krümpeln, zerknittern. — LKitkonniöre,Behältniß, Lade für weibliche auf dasNähen bezügliche Sachen, Putzschachkel-
Chignon (franz. sprich : Schinjong),t. Nacken; 2. Nackenwulst, Nackenzopfder Frauenzimmer.
Chiliade (griech.), Jahrtausend.
Chiliarch <griech.), ein Befehlshaberüber tausend Mann bei den Griechen.
Chiliasmus (griech.), die Lehre vondem sogenannten tausendjährigen Reiche,da Christus 1000 Jahr vor dem Weitendewieder auf Erde» kommen und sichtbar re-giere» werde. — Chiliasl . einer, der andas tausendjährige Reich glaubt. — chi-liasiisch , was zur Lehre vom tausendjäh-rigen Reiche gehört.
Chimäre, Chimäre (franz., aus d.griech., sprich: Schimäre), ein Unding,nur in der Einbildung bestehend, Träume-rei, Hirngespinnst, Grille. — chimärisch,romanhaft, träumerisch, grillenhaft, unge-gründet.
China, China« Rinde, Fieberrinde,stärkendes Arzeneimiktel aus der Rindeeines südamerikanischen Baumes bereitet.— Chinesische Mauer, ein« vor Zei-ten im Norden von China gegen die Ein-fälle fremder Völker erbaute Mauer vonungeheurer Länge, deren häufig gedachtwird. Daher bildlich eine chinesischeMauer aufführen, eine furchtbareScheidewand errichten, ein unübersteiglichesHinderniß in den Weg legen.
Chiragra (griech.), Gicht in den Hän-den und ihren Gelenken, Handgicht.
Chirographum lgriech.), Handschrift,eigene Hand ; sodann besonders eine Hand-schrift, die ein Schuldner giebt, ohne darinein gewisses Unterpfand zu verschreiben,Schuldverschreibung. — Cbirographa-vius, einer, der eine solche Handschriftbesitzt, Handschriftgläubiger.
Chtrologie (griech.), Fingersprache,Kunst, sich durch Zeichen mit den Händenund Fingern verständlich zu machen.
Chiromant tgciech.), Wahrsager ausden Linie» oder Zügen der Hände, Hand-gucker. — Chiromantie, Wahrsagereiaus den Linien der Hände.
choquiren.
Chtronomie , Handbewegungslehre,Lehre von der Gesticnlation mit den Hände».Chirurgie (griech.), Wundarzneikunst.
— Chirurg, Chirurgus, Wundarzt,der äußere Uebel zu heilen versteht. —chirurgisch, was zur Wundarzneikunstgehört.
Chlamys (griech).), weites Oberkleid.Chlor Chlorine r., ein gelblich,grüner Stoff von erstickendem Geruch, dersich mit Wasserstoff zur Salzsäure verbindet.
— Chlorate, chlorsaure Salze.
Chlorst, ein grünliches Fossil, von
schuppigem Gefüge ohne Glanz.
Chlorose, Chlorosts (griech), Bleich-sucht.
Choc (sprich: Schogg). Stoß, Anfall,Zusammenstoß, Anstnrz; besonders das Los-stürzen der Reiterei auf den Feind.
Chochem tlaschou (was gewöhnlichKochemer Loschen ausgesprochen wird),die Sprache der Gauner, nach ihrer eige-nen Benennung. Die Sprache heißt oftauch die jenische und Rothwälsch.
Chocolade, Chocolate (Schoko-lade), eine Masse, wovon Cacao denHauptbestandtheil ausmacht, wozu oft nochZucker, Vanille u. s. w. kommt, und dasdaraus bereitete Getränk.
choisiren (franz. sprich: schoasirenl,auswählen, aussuchen.
Cholepyra (griech.), Gallenfieber-Cholera (griech.), oder Cholera-Morbus, Brechruhr, besonders die ausOstindien Herstammende, welche gleich derPest Schaaren von Mensche» dahin rafft.
— Cholerikus, einer, der ein hitziges,aufbrausendes Temperament hat. — chole-risch, gallsüchtig, jähzornig, aufbrausend.
— Cholerine (Diminutiv von Cholera),eine Durchsatz mit sich führende, aber nichtgefährliche Krankheit.
Choltambus sanch Skazonl, (griech.).hinkender Jambus, der im letzte» Fußeeinen Spondeus oder Trochäus hat.
Cholosts (griech-), Verrenkung, beson-ders der Hüfte, Lähmung.
Chondrologie (griech.). Knorpellehre.Lehre von den Knorpeln des menschlichenLeibes.
choquire» (franz. sprich: schoggl-