Buch 
J.C. Schweizer's Fremdwörterbuch : zur Erklärung fremder Wörter und Redensarten, besonders in Bezug auf Alterthumskunde, Geschichte, Medizin, Rechtswissenschaft und Technologie
Entstehung
Seite
130
JPEG-Download
 

130 Courtage.

Courtage ffrz. spr. : Ggurtahfch').t. Mäcklergeschäft, Mäcklerei; 2. Mack-lerlohn; was ein Mäcklec für die Bemü-hung erhalt, Waare» oder Wechselbriefefür einen Andern zn kaufe», oder zu ver-kaufen. — Courtier lspr.: Ggurtich),Mäckler, Sensal.

Courtine (in der Kriegssprache) das-jenige Stück eines Walles, welches zweiBollwerke mit einander verbindet; ei»Zwischenwall.

Courtlsan (sranz.), ein Höfling, Hof-mann. Vergl. Cour. — Courtisanen,Blihlerinnen. Dirnen von etwas vorneh-merm Schlage. — courtisiren, schmei-cheln, sich um die Gunst einer Person be-werben. — Courtoisie, fsprich: Kur-toasih'), Höflichkeit; gefälliges, einneh-mendes Betragen, Rittecsikte, Hofartigkeit.

Cousin (sranz. sprich: Kusäng),Vetter — Cousin gerniain, Geschwi-sterkind. — Cousine , Base.

Coutil ffranz.), «ine Art grober Zen-ge, Bettzwillich.

Coutüine (franz.), Gewohnheit.

Couvert ffranz. sprich: G II währ),t. Umschlag eines Briefs; 2. Tischgedeck,das für eine Person gehörige Tischzeug mitMesser, Gabel und Löffel. — Daher: pi»-eour- 1 -t, durch Einschlag, Beischluß (aufBriefen); — )> courei-i, für die Mahlzeiteiner Person. — couvertire» , eiufchla-gen, einschließen, mit einem Umschlag ver-sehen. — Couvertüre, Decke; Umschlag.

Covent, Coventbier, sieheRssent.

Coventgarden (engl.), eines der be-rühmtesten Theater zn London.

Craniotog, siehe R.

crapulös (lat.), berauscht, trunken.Crapüle ffranz. 1, 1. Volleres, Lieder-lichkeit; 2. liederliches Gesinde!.

craß (lat.). dick, grob; grobsinnlich,z. B. crasse Begriffe von Gott, rohe.sinnliche Vorstellungen von Gott.

Crater, siehe R.

Cravateffranz.), Halstuch, Halsbinde,Halskrause-

Crayo» (franz. sprich: Kräjong),1. jeder Stift zum Schreiben, Zeichnenund Malen, z. E. Bleistift, Kreide, Ro-the!, Reißdlei; 2, eine mit solcherlei Stift

Credit.

gemachte Zeichnung oder Malerei; ersterEntwurf. — craysniiiren, mit Blei-stift, Rothstein, Kreide ic. zeichnen, ent-werfen.

Cresncier, os-incie,- ffranz. sprich:Kreanßieh), ein Gläubiger. Vergl.Crcditor.

Creus (span.), Doppelleinwand, Leder-leinwand, weißgarnige Leinwand.

Creatimier f lat.). die Anhänger derLehre, daß die Seelen unmittelbar vonGott geschaffen, und entweder beider Zeu-gung oder 4V Tage »ach der Empfängnißmit den Körpern verbunden werden. —Eben diese Lehre heißt Creatlnuismus.

— Creatur, Geschöpf. Dieses Wortwird auch im verächtlichen Sinne voneiner Person gebraucht, die von einem Hä-hern sich abhängig macht, und sich vonihm nach Willkür gebrauchen läßt, z. B-er ist feine Creatur. — creircu , t.schaffen, machen; 2. erwählen, bestellenzn etwas.

Cröche (franz. sprich: Krähsch'),Spitze eines Brückenpfeilers.

credeiizen (ital. vom lat.). vorherkosten, versuchen, vorschmecken, vorkoste».

— Credenzer, der die Speisen undGetränke vorher kosten muß, um sie alsrein und unvergiftet darzulbun, Vorkostec,Mundschenk, der die herrschaftliche Tafelmit Getränk bedient. — Cre-e»zteller»auf welchem der Mundschenk den Weindarreicht. — Credeiiztisch . Schenktisch.

Credit (lat ), t. Treue und Glauben;Vertrauen; 2. guter Name, guter Ruf;Ansehe»; 2- Borg, Leihnng. Guthaben;Zahlungsfrist, das Hingeben der Waaren,ohne baare Bezahlung, im Vertraue», daßder Empfänger sie zur bestimmten Zeckrichtig bezahlen werde. — Creditschreisbell sind Beglaubignngsbriefe in Geldsa-chen, durch welche der Aussteller sich fürdas Geld, welches sein Empfohlener auf-nimmt, verbürget. — kreditiern . aufVertraue» hingeben, anvertrauen, borgen,leihen. — Creditiv , BeglaubigiingS-odec Vollmachksschreiben. — Credits»,der Gläubiger, derjenige, der Geld aus-geliehen und z» fordern hat. — Credittsrschnft» sämmtliche Gläubiger. — creso(lat ), fdas), der Glaube, das GlaubenS-bekeuntniß. (Ist das Anfaugswort des