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J.C. Schweizer's Fremdwörterbuch : zur Erklärung fremder Wörter und Redensarten, besonders in Bezug auf Alterthumskunde, Geschichte, Medizin, Rechtswissenschaft und Technologie
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Dämon.

Dämon.

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befestigte, aber erfuhr, daß das Wachsbeim Fliegen schmelze.

Dämon (lat.), ei» guter oder böserGeist. Jetzt wird das Wort meist in derletzter» Bedentung genommen, meist in-dessen so. daß nicht sowol ei» besondererGeist, als vielmehr das Schicksal, welchesden Menschen vielfach bedroht, darunterverstanden wird. In diesem Sinne warntman vor dem Neide, der Tücke desDä-mo n s. — Dämonarch , Geisterfürst. —Dämoniacus. ei» Besessener. — dä-monisch, vom Einstuffe böser Geisterabhängig; wahnsinnig; — bisweilen jedochauch: übernatürlich, wundervoll, wunder-kräftig. — Das Dämonische, das,was geheimnißvoll die menschlichen Schick-sale bestimmt. — Dämonolatrie , Ver-ehrung böser Geister. Tenfelsdienst. —Dämonologie. Dämonismus , Lehrevon den Geistern, Geisterlehc«.

Daguerrotype, die Erfindung desFranzosen Daguerre, durch Beihülfeeiner Camera-obscura alle durch das Son-nenlicht beleuchteten Gegenstände auf einersorgfältig polirken und vermittelst einerChloranflösung präparirten Mekallplattebleibend zu fixiren, so daß sie derNatnr auf das getreneste nachgebildet sind.

Dakryosyrinxlgriech.), Thcänenfistel.

Daktyliographik oder Daktylio-glyphik (griech.), Ringsteinschneideknnst.— Daktylomantie, Wahrsagung ansden Finger». — Daktylologie, dieKunst, sich mit den Fingern verständlichzn machen, die Fingersprache. — Dak-tylonomie, Knnst. mit den Fingern zurechnen, statt mit Zahlen. — Daktylus,(eigentlich: Finger), in der Dichtkunst,dreisilbiger Versfuß, bestehend ans einerlangen und zwei kurzen Silben (— ^ ^),z-B. ^

Selige, Kleinere.

Dalai-Lama. das Oberhaupt dergeistlichen und weltlichen Macht in Tibet,das so verehrt wird, als wäre alles, waSan ihm ist und von ihm ausgeht, heiligund göttlich; der Oberpriesterkönig.

Dalmatica, das Gewand, womit ehe-mals die Kaiser bekleidet wurde», wennman sie bei ihrer Krönung zu Domherrender Pekerskirche erklärte, Diakonengewand,Meßgewand.

,I.U regnn lital.), sMusikj, vom Zeiche»an, von da an, wo das nämliche Zeiche»steht.

damasciren, durch Zusammenschweißenvon Stahl- und Eisenstreifen eine Stabl-art hervorbringen, woraus Degenklinge»mit Schlangenlinien oder Flammen gemachtwerden, die durch Biegsamkeit und Schärfesich auszeichnen; dem Stahle oder Eisenein stämmiges Ansehe» gebe»; auch mitGold oder Silber auslege». Kommt vonder syrische» Stadt Damasrus her, wodiese Arbeit am vollkommenste» geliefertward; daher Damastene »Klinge,ei» Damastener. — Damast, ge-blümter Zeug von Seide, Wolle oder Lein-wand.

Dame (fcanz.), l. Frauenzimmer; 2.im Kartenspiel und Schachspiel die Köni-gin; 3. im Damspicl ein auf der entge-gengesetzte» äußersten Reihe angelangterStein, saus den man eine» andern legt),dessen Wirksamkeit weit größer wird.

dwncves(franz.), Wage», welchedie verschiedenen Theile von Paris in be-ständiger Commnnication erhalten.

Danies d'atour war am französischenHofe der Name derjenigen Damen, welcheder Königin den Schmuck anlegten ; Schmück-damen, Kammerdamen. — Dame düPalais, Palastdame.

Damnum (lat.)> Schaden, Verlust,Nachtheil (I).i„„o lital.) bei den Kaufleu-ten).— Damnation, Veructheilung.—äuliinaii» »>e,nori.ie, Beschimpfung des An-denkens, durch schimpfliche Vertilgung deSNamens, Bildes, Wappens. — Dam-natus. ei» Verurtheilter. — damna-bel, verwerflich. — Damnifieant. Be-schädige» Urheber eines Nachtheils. —Damnificat, der Beschädigte, Benach-theiligte.

Damoiseau (fcanz. sprich: Damoa-soh). einer, der sich bei dem weiblichenGeschlechte einzuschmeicheln sucht; Stutzer,Jnngfernknechk.

Dämon »nd pythias, zwei treueFreunde zu Syrakus, von denen der einefür den andern sich ins Gefängniß begab,und der, welcher so in Freiheit gesetzt war,doch zur bestimmten Zeit sich wieder aus-lieferte . so daß selbst der Tyrann DionysinSihre Treue bewunderte-