216 Geologie.
tcn drei Abcheil,ingen umfaßt. — Geo-graph, Erdbeschreiber- — geographisch,was in die Erdbeschreibung gehört.
Geologie (griech.), Lehre bon der Bil-dung der Erde, Erddildnngslehre, Wissen-schglc von der Umwandlung der Erdkörperoder den Erdrevolutionen, von der Urwelt.
Geomantie (griech ). Erd. oder Sand-Wahrsagerei, die vorgebliche Kunst, ausgewissen in Sand gemachten Punkten zuwahrsagen. — Seo»»a»t, Erd- oderSandwahrsager.
Geometer lgriech.1, Meßkünstler. Feld-messer. — Geometrie, Erdmeßkunst,Meßknnst, Weßkunde, Größeulehre, oderdie Wissenschaft, den Raum, welchen kör-perliche Dinge nach ihrer Lauge, Breiteund Höbe einnehmen, zu bestimmen undgenau anszumessen. — geometrischeProgression, eine fortlaufende Reihevon Zahlen, deren jede aus der nächst vor-hergehenden durch Muliivlicaiion mir dergleiche» Zahl entstanden ist, z E. 2, 4,», tb. — geometrische Wahrheit,eine solche, die so gewiß erwiesen ist, odererwiesen werden kann , als etwas ) da's einergenauen und untrüglichen Ausmessung sä-big ist-
Georgica (griech.), «in Gedicht, wel-ches die Feldwirthschaft zum Gegenständehat. Das berühmteste Gedicht dieser Arthatte der lat. Dichter Virgil verfertigt;in den neuer» Zeiten hat unter den Fran-zosen Delille ebenfalls ein verdienstlichesWerk geliefert.
Geosiatik ^griech.), ei» Theil der Me-chanik, welcher von, Gleichgewicht der festenKörper handelt; wird auch nur Statikgenannt.
Gepard, Jagdleopard, ein Leopard,der auf die Jagd abgerichtet wird (inOstindien.)
Gerätst (franz, sprich: Scherang),einer, der eine Kaufmannshandlnng leitet,Geschäftsführer.
Gerbelur, stehe Fusii.
Geridoil, Gueridon, t- Leuchter-gestell, Lenchtertischchen; 2. Alkarlenchter.
Germanien. Deutschland. — Ger-manen, die alten Deutschen. — Ger-manismus, eine Eigenthümlichkeit derdeutschen Sprache, die man fehlerhafter
Giganten.
Weise im Reden oder Schreiben einerfremden Sprache einstießen laßt. — Ger-manist, Kenner und Lehrer des deutschenRechtes.
Germinat (franz. sprich: Vchermi-nal). der 7te Monat des französischenRevolukionskalenders, vom 21. März bis1S. April; der Keimmonat.
Gerokomik, Gerokomie Kriech.),die Pstegkunst des Alters; hauptsächlich dieBehandlungsart abgelebter Greise, wornachman sie mit frischen jungen Lenken zusam-men schlafen ließ.
Gerollte» (griech.), Magistratsperso-neu in Sparta, welche nebst den Ephorenund Könige» die höchste Gewalt im Staatehatten. Sie konnten nicht vor dem ödstenJahre ihres Alters zu dieser Würde ge-langen.
Gerundium (lat.), Verrichtn,Igswort,Zweckwort. eine Form des Zeitwortes (na-mentlich des lateinische»), welche anzeigt,daß etwas gethan werden soll, und welcheder Biegung fähig ist.
qesticulire» (lat.), Gebecden machen,oder durch Gcberden, Bewegungen des Kör-pers, vorzüglich der Hände, einen gewissenSinn ausdrücken, oder eine Rede mit Ge-berden begleiten, um sie desto cindrücklicherund wirksamer zu machen. — Gesiiculcr-tio» , Geberdnng. besonders mit den Hän-den, Geberdenspiel, Geberdensprache. —Gesticulotor, >. einer, der währenddes Redens viel Gebecden mit der Handmacht; 2. ein Gaukler. — Gesius. Ge-berde», Bewegung d«S Körpers; Handaus-druck. — Geste» (vom franz. gestes,sprich: Scheßten), Geberden-
Ghnsele», eine Art orientalischer lyri-scher Gedichte.
Gibelliiie». (Gbibelli»en) , einemächtige Partei im Mictclaltec, welche inDentfchland und Italien die Sache desKaisers gegen die Gneisen oder Wel-sen verfocht. (Siebe weife»-)
Glgnnte» (griech.), »ach der Zabel-lehre, ungeheure Niesen, welche, nachdemJupiter die Titanen (Söhne der Erde) be-siegt und in den Tartarus verschlossenhatte, von ihrer Mutter (Erde) gereiztwurden, diese ältern Söhne zu rächen.Sie rüsteten sich zum Kampf mit den Göt-tern, thürmten mehrere Gebirge auf einan-