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J.C. Schweizer's Fremdwörterbuch : zur Erklärung fremder Wörter und Redensarten, besonders in Bezug auf Alterthumskunde, Geschichte, Medizin, Rechtswissenschaft und Technologie
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geniren.

Corps, Jngenieurcorps, Kriegsbaukunst-lerverein- Vgl. Genius-

geniren (franz. sprich: sch e II i.reil),beschwerlich fallen, hemmen. Zwang an-thun, beschränken- — sich geniren,sich Zwang anthun. — genirl, 1. ge-zwungen, beschränkt; 2. Perlegen, in sei-nem freien Benehmen gehindert. Siehe

Genitalia, Genitalien (lat.), Zeu-gungstheile, Zeugungsglieder-

Genitiv, Gcnitivus (lat.), in derSprachlehre; der zweite Fall, der Abhän-gigkeitsfall, auf die Frage: wessen? z. B-Was ist die Ursache des Donners? (wessen?)

Genius (lat.). t. Schutzgeist; 2. diegeistige Eigenthümlichkeit, das Eigenthüm-liche oder Charakteristische voll Etwas. —Oeaias Seculi, die herrschende Denkarteiner gewisse» Zeit, der Zeitgeist. — DerGenius einer Sprache. das Eigenthüm-liche, wodurch sich eine Sprache auszeich-net. — Genien, nach der erste» Bedeu-tung, Schntzgeister, meist als geflügelteKinder abgebildet.

geni-e, Genre (frz. sprich : S ch a n g'r),Gattung, Art. — Genre - Gemälde ,(im Gegensatze gegen historische Darstellun-gen und gegen Landschaften), ein Gemälde,das Gegenstände auS dem gemeine» Le-ben , Bilder pon Personell, Scenen ausdem Familienleben, Thiere, Geräkhschaf-ten n. s. w. darstellt. Daher: Genre-Maler. — Eben so spricht man vonGenrebildern 'in Reisebeschreibungen,wen» Gegenstände aus dem täglichen Le-ben geschildert werden-

Gensd'armes, «<-n5>i'ai-mss, Gen»Harmes (frz. sprich: Schangdarme»),bewaffnete Reiter, welche vorzüglich zurErhaltung der öffentlichen Sicherheit ge-braucht werden, Landreitec; überhaupt,Polizeiwächkec. — 6e„- ä'ai-mei-w, Gen-darmerie tS ch angdac mer ih), Land-oder Straßenreiterei, Polizeiwache.

Gentiane, der Enzian.

Gentilhomine . ll-»i,l>i-»»,ne (franz.sprich: S ch a » gt i lj o m'), ein Edelmann.

Gentileffe, Leotill-ss-(franz. sprich:Schau gti ließ'), Artigkeit, Niedlichkeit,Höflichkeit.

Gentleman (engl. sprich: Dfchen-

Geographie. 215

telman), in England ein rechtlicherMann, Ehrenmann, und ei» Mann vonErziehung und Bildung. — Geiitvy(sprich: Dschentry), der niedere Adel.

Genuflexion (lat.), Kniebeugnng,Kniefall.

genuin (lat.), ächt. unverfälscht.

Genus, Uenus(lat.), Geschlecht,Gattung; auch Geschlecht der Wörter.

geocentrisch (griech-), was sich aufden Mittelpunkt der Erde bezieht, oderwovon man sich vorstellt, daß es aus demMittelpunkte der Erde betrachtet werde.

geocyklische (griech.) Maschine,eine Maschine, welche den Lauf der Erde»m die Sonne anschaulich macht, undzeigt, wie die Abwechselung der Jahres-zeiten ulid der Tageslänge von der Rich-tung der Erdare abhängt.

Geodäsie (griech.), Feldtheilungskunst,Feldmeßkunst. — Geodät, Feldiheiler,Feldmesser. — geodätisch, die Feld-messung betreffend.

Geogenie, Geogonke (griech.), dieWissenschaft oder Lehre von der Entstehungder Erde, namentlich von der Bildungihrer Oberfläche.

Geognofle, Geognostik (griech.),wissenschaftliche Kenntniß der Erdschichten,oder Erdlagen, der Aufeinanderfolge derverschiedenen Steinarten, woraus die Erd-rinde besteht, Gebirgskunde. — Geogliosi,einer, der sich auf die GebirgS- tErdlager.)Kunde legt. — geognosiische Des»bachtungen, solche, welche sich auf dieGebirgskunde beziehen.

Geographie-sgriech.), Erdbeschreibung,Erd- oder Länderkunde, die in drei Theileeingetheilt wird: t. die mathematischehandelt von allem, was bei der Erde einerAusmessung fähig ist, und beschreibt alsodie Erde nach ihrer Gestalt und Größe; 2.die physische beschreibt die Erde nachihrer natürlichen Beschaffenheit, Bildung,Veränderung und »ach den Theilen.ihrerOberfläche, z. E. festes Land, Wasser,Flüsse, Berge, Inseln n. s. f. Z. die po-litische beschäftigt sich mit den bürgerlichenAbtheilungen in Länder, Reiche, Staatenmit ihren Verfassungen- — llm'versal-Geographie oder allgemeine heißtdie Erdbeschreibung, welche alle vorgeilanii-