228 Hautelisse.
der die Hautbois (Hoboab) bläst; 2. Na-me» der militärische» und i» Regiments-uniforme» gekleidete» Musikanten.
Hauteliffe (franz. sprich: Hohtelisse),1- Teppichweberei mit stehendem Zettel, sogenannt, weil die Kette oder der Aufzng.I-w5e, vertikal, d. h. senkrecht von obennach unten aus dem Stuhle angebracht wird;2. hochkettiger Teppich. Das Gegentheilheißt Basseliffe.
bÄuwmont t franz. sprich: hohtemang),keck, frei heraus, beherzt, überlaut.
Hautefse, kanterre (franz. sprich: Ho-keß ), Hoheit.
Hauteur, bnnieue (sprich: Hotohr),Hohe, Würde, Stolz, Anmaßung.
Hautgout, n.>»lzoät (franz. sprich:Hoguh), Hochgeschniack; hoher, starker,scharfer Geschmack.
Naui-I'üliek (franz. sprich: Höhre liess',hoch oder stark erhobene Arbeit in Metall,Stein, u- s. w. wo dir Figuren über denGrund hervorspringen, aber doch noch mitdemselben zusammenhängen. Beim Bas-relief oder der halb erbobene» Arbeitspringen die abgebildeten Gestalte» wenigerstark hervor.
Havamal , «in Theil der Edda.(Siehe E-)
Haverei, siehe Avarei.
Havresac (franz.), Tornister. Schnapp-sack.
Hay-Market, das erste Theater inLondon.
k-»r (engl- sprich: hihr), oder I-enrliiin, hört! hört ihn! (eigentlich der Auf-ruf zur Aufmerksamkeit im Parlamente.)
Heautognosie (griecki.), Selbster-kennkniß. — Heautonomie, siehe Auto-nomie.
Heautontimorumenos ( griech.),Selbstpeiuiger, Selbstqnaler. einer, derstets unzufrieden mit sich selbst ist.
Hebdomadarius , Hebdomadar(griech.), Wöchner, der i» den wöchentlichabivechselnden Geschäfteii die Woche hat.
Hebe (griech.), die Göttin der Jugend,leicht gekleidet, mit Blumen bekränzt, undmit einer goldenen Schale in der Hand,Mundschenkin der Götter-
Helene-Feuer.
Hebetüöe (franz.), Stumpfsinn.
Hebrru'cus, Kenner, Lehrer der hebräi-schen Sprache. — Hebr-nsmus, hebräi-sche Spracheigenheit.
Hectogranime , Gewicht von tvsGramm (6 Loth 2 Qnent.)
Hedonismus -griech.), die Lehre, daßsinnliches Vergnüge» das höchste Gut sei.— Hedoniker, Hedonist, Anhängerder Genußlehre.
Hedysma (griech.), Milderungs-, Ver-süßmittel.
Hegemonie (griech.), Heeresführung,Obergewalt, Oberleitung (eines Staates,dem andere mikverdündete folgen.) — he-gemonisch, herrschend, zur Anführunggeeignet. — Beide Wörter werden auchbildlich gebraucht, hauptsächlich von derHerrschaft der Vernunft.
Hegira (arab. Hedschra), die Zeit-rechnung der Mobamedaner, nämlich vonder Flucht Mohameds (Mahomeds) vonMekka nach Medina, welche auf den ls,Jnli 622 der christlicheil Zeiirechnuiig fällt.Die Mohamedaner oder Türken zahle»nach Mondjahren, die nur 354 Tags ha-ben, und von welchen 33 ungefähr 32 derunsrigen ausmachen.
Heiducken, 1. leichtbewaffnete Solda-ten in Ungarn; 2. Bedienten von ausge-zeichneter Größe, in militärischer Tracht;besonders zum Säustetragen.
Hekrite (griech.), eine Göttin der Nacht,des Mondes, der Unterwelt, die maii füreine gewaltige Zauberin hielt, welche dieZauberer begünstigte, und auf Bitte der-selben Schreckgestalten unter die Menschenschickte. Sie war von furchtbarer Gestalt,hatte Schlangensüße, und Schlangen zisch-ten ihr um Hals und Schultern. Manopferte ihr an den Scheidewegen, undzwar meistentheils Hunde.
Hekatombe (griech.), bei den Grieche»und Römern ein Opfer von hundert Rin-der», oder eben so viele» andern Thieren,welches nur bei besonders wichtigen Ereig-nisse» Statt fand.
Hektik (griech.), Auszehrung, Schwind-sucht. — hektisch, auszehrend, schwind-süchtig. — Hektiker, einer, der die Aus-zehrung hat. ein Schwindsüchtiger.Helene-Feuer, St- Helms-, Gt.