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J.C. Schweizer's Fremdwörterbuch : zur Erklärung fremder Wörter und Redensarten, besonders in Bezug auf Alterthumskunde, Geschichte, Medizin, Rechtswissenschaft und Technologie
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Harpax.

vorragt. Dies^Glocken geben, milden Fin-gerspitze» berührt, nnter denen siesich dre-hen, einen lieblichen Ton. Der Erfinderder Harmonika ist nicht bekannt. Frank-lin hat sie »nr verbessert, und die Eng-länderin» Dav ies (sprich : DawiS) hatsie schon vor Franklin gespielt, »nd imJahr >765 zuerst in Paris bekannt gemacht.— Mulldharmonika, Maultrommel,Mundflorchen. — Harmoiliko», ej„ j„Bremen ersnndenes mnfikalisches Instru-ment mit einem Orgelwerk. — Harmp-»ift, Meister, Kenner der Harmonie, >»der Tonkunst oder Malerei.

Harpax, Harpagp» (griech.), einGeizhals, eilt Filz.

Ilnnpeggiu (ital. sprich: Harpedscho-,Il>,rn>-g-„>enr (sranz. sprich: H-arpesche-mangl, in der Musik, das Anschlagene:nec Harmonie oder eines Accords, wenndie dazu gehörige» Töne nicht zugleich,sondern »ach ei»ander, jedoch schnell ange-geben werten, harfenartige Tonbrechnng.(Siehe Arpeggio.(

Harpokrates (griech.), ei» Gott derAegypter, als Knabe oder Jüngling abgebil-det, der den Finger auf den Mund halt.Er wird ohne Zweifel um dieses UmstandeSwillen gewöhnlich als Gott des Schweigcnserklärt. Voll,»er bemerkt aber, seinDienst sei wenigstens in Rom ein unzüch-tigec gewesen, und jene Gederde mit demFinger habe vielleicht für die Feiernde» einWink sein sollen, es liege ihnen ob znverschweigen, was sie bei diese:, Feste» sa-hen. In der Encyklopädie von Ersch undGruber wird der Gott als Symbol derSonne im Wintersolstitium erklärt, dasZeichen des Schweigens aus das erstarrteLebe» der Namr, so wie die in der Gc-stalt sich offenbarende Schwache auf daSErlösche» der Natnrkraft bezogen.

Harpune (griech.), ei» s oder 6 Fusslanger, dreieckiger eiserner Wurfspieß mitWiderhacken an einem langen Seile, zumWall fisch fang. — Harpuuirer, einer,der einen solchen Wurfspieß den Fische»in den Leib wirft, ein Spicßwerfer. —harpuiiire», die Harpune in den Leibwerfen.

Harpye» lgriech.), (die Raubende»)in der alte» Fadellehre, geflügelte, mitscharfen Kralle» versehene Unihiere mit

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weiblichen Gesichtern, die vor» Rauben leb-ten , und sich über alles hermachten, umeS zu verschlingen, l ihre Anzahl wird nichtimmer gleich angegeben.)

Haruspex sMehrh. Haruspicesj,(lak. aus dem Griech.), ein Opferbeschauer,alkcömischer Priester, der aus den Einge-weiden geschlachteter Opferthiere weissagte.

Hasard, auch Hazard (sranz. sprich-:Ha fahr), 1. Ungefähr, Zufall; 2. dieGefahr, das Wagestück; pn>- >>->.,»?<!, vonungefähr. — Hasard - Apiel , wo Ge-winn und Verlust bloß vom blinden Gluckabhängt, ohne daß die Geschicklcchkeit deSSpielers etwas dazu beitragen kaun; Wag-spiel, Glücksspiel. — Hasardiren, wa-gen, aufs Spiel setzen, es darauf ankom-men lassen.

l-aschiren, siehe hachire».

Hasenpanier, das Hasenpaniernehmen, ergreifen, die Flucht er-greifen.

Hateletten (franz.), >. Spießche»;2. auserlesene Fleischstnckchen, die an höl-zerne» oder silbernen Spirßchen auf demRoste gebraten werden.

Hatereaux (franz. sprich: Hateroh),auf dem Rost gebratene Leberschuitte».

Hatscherif, Hati-6-cherif. tshat-Gcherif, heilige oder edie Schrift: eineArt von Cadinersordre deS türkischen Kai-sers , welche augenblicklich und ohne Ein-wendung vollzogen werde» muß.

Hatschier. Hatschirer, kaiserlicheLeidtrabanten am Wiener Hofe zu Pferd.

Hausse sfranz. sprich: Hoß'), >. Stei-gen des Eurses oder Werthes der Sraats-papiere; 2. Unrersatz, Aufsatz beim Rich-te» eines Geschützes.

Hausse Lol 'franz. sprich: Hossekol),Ningkragen der Offiziere.

l,:,u>.im, hautai» (franz. sprich: hoh-tang), hochmuthig, aufgeblasen.

Hautbois (franz. sprich: Hohboah),Hochhor», Hochflöte, ei» musikalisches Blase-werkzeug ; euie gerade, stückweise zusammen-gesetzte, uiiterwarks erweiterte Röhre mitv Löchern und unten mit 2 Klappen; eswird durch ein enges Mundstück von Rohrgespielt, und geht höher als eine Trom-pete »nd Posaune. — Haubplsi, >- euier,