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J.C. Schweizer's Fremdwörterbuch : zur Erklärung fremder Wörter und Redensarten, besonders in Bezug auf Alterthumskunde, Geschichte, Medizin, Rechtswissenschaft und Technologie
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Heyducken.

Heyducken, siehe Hayducke».

Hiatus, liiswü (lat-', 1- in derSprachlehre, Gähnlaut, Uebcllant, derentsteht, wenn zwei Vocale, einer amEnde eines Wortes und der andere amAnfange des folgenden zusammenstoßen;2. Lücke; Kluft.

Hibernia, Hibernieu, alte Benen-nung Irlands.

hibridisch, siebe Hybriden, hyb-rid, hybridisch.

Hidalgos (span.), heißen in Soanicndie vom incdecen Adel; in Portugal heißensie Fidalgos-

hidrotische lgriech.) Mittel, schiveis-treibcnde Mittel- — Hidrotikou, Schweiß-mittel.

Hierarchie (griech-), <- Kirchen- lindPriesterhercfchafk, besonders bei den Katho-liken; 2. die gcsammtc Abstufung der geist-lichen, einander untergeordneten Gewalten.Priesterstaat. — hierarchisch, was zumKirclicnregimentgehört, priesterhecrschoftlich.

Hierodult'll (griech-), heilige Tempel-diener beiderlei Geschlechts. Die männli-chen Hierodulen waren Tempels,inglinge,die mit ganklerischec Schwärmerei sich selbstzerfleischten nnd wüthend in Kreisen hcrum-Ivirbclken, wie die indischen Fakir«.

Hieroglyphen (griech.), sinnbildlicheZüge oder Figuren , vermittelst welcher manseine Gedanke» ausdrückt; Bilderschrift.Die alten Aegyptier bedienten sich derselbe».Diese sinnbildliche Schrift hatte etwas Ge-heimnisreiches, welches »nr die Priestererkläre» konnten. Früherhin glaubte manallgemein, die Hieroglyphen hakten dieGegenstände selbst bezeichnet, z. B-eine eine» Kreis bildende, den Schwanzmit dem Munde berührende Schlange habeden Kreislauf des Jahres bedenket; neuernForschungen zufolge sollen die meisten einzelne Laute tBnchstabe») dargestellt ha-ben, oder phonetisch gewesen sein. —hieroglyphisch , dunkel, räkblelhaft, ge-heimnisreich. — Hieroglyphik, Bilder-sprache ; Sinnbilderknnde.

Hierokratie (griech.), Priesterregiment,Herrschaft der Geistlichen.

Hierophaut lgriech.), Oberpriester derGonin Ceres bei den Atkeniensern; Vor-steher der Elensinie». (Siehe auch rleu-

Hippopotamus. 233

(mische Geheimnisse.) Dann biswei-len überhaupt: Oberpriester, Vorsteher einesreligiöseil Institutes, Ausleger der Reli-gionslehren.

Nix!, - Wavmen sengl. sprich: Heiw ki-rn e II) , in England Straße,irauber zu Pferde.

Hilarität (lat.), Fröhlichkeit, Heiterkeit.

Hildebraiidismus , das System Hil-de b r a » d' s oder Gregor VII. , des über-müthigsten Papstes, der namentlich Hein-rich IV. furchtbar demüthigte; päpstlicheAnmaßung.

lnno illae lacr^inae tlat.), eigentlich:daher jene Thränen; daher dieser Jammer,da steckt es.

Hindu, Jndier-

Hiobs-Posr, Unglücksbotschaft, trau-rige Nachricht.

Hipparche» (griech.), Pferdeaiifseber;zwei Männer in Athen, welche die Auf-sicht über die Reiterei hakten- — Hip«picitrik, Pferdarzneikunst. — Hippia-ter, Pserdarzt. — hippiatrisch , roß-arzneilich.

Hippocentaur -griech.), fabelhaftesWesen, halb Mensch und halb Pferd,Pferdmensch.

Hippodromus, Hippodrom sgr.i,ein zum Pferderennen eingerichteter Ort,Rennbahn.

Hippogryph lgriech.), ein fabelhaftesFlügelroß, das inS Gebiet der Dichtungträgt. Wieland fängt den Oberon mitden Worten an:

„Noch einmal sattelt mir den Hippo-gryphen, ihr Muse»!"

Hlppokras lgriech.), ein mit Gewür-zen , Zucker, Zimmetic. angemachter Wein;Gewürzwein-

Hippokrates . ein sehr berühmter grie-chischer Arzt. — Hippokratiker, Anhän-ger des Systemes von Hippokrates. — Hip-pokratisches Gesicht, das in seinen Zü-gen veränderte Gesicht eines Sterbenden.

Hippokrene lgriech.), in der Fabel-lehre, ein Quell mit begeisterndem Was-ser, an dem Berge Helikon in Böotien,der Musenqnell, Dichterqnell.

Hippopotamus (griech.), Nilpferd,Flußpferd.