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J.C. Schweizer's Fremdwörterbuch : zur Erklärung fremder Wörter und Redensarten, besonders in Bezug auf Alterthumskunde, Geschichte, Medizin, Rechtswissenschaft und Technologie
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Hysteron-Proteron.

Hysteron-Proteron (griech.), (dasHintere vorauf, der Fehler, vermöge dessenderjenige von zwei Begriffen, der seinerNatur nach auf den ander» folge» sollte,diesem vorausgesetzt wird; Um- oder Ber-krhrung des Ausdruckes. Sodann bezeichnetman damit Überhaupt etwas Verkehrtes.

Hysteropotmos (griech.), t. ein wie-der belebter Scheintodkcr; 2. ein für todtausgegebener, verschollener Mensch, der wie-der auftritt.

Hysterotomte (griech.). Kaiserschnitt,Aufschneidung der Gebärmutter. — Hy-sterotom, das zum Kaiserschnitt dienendeWerkzeug.

Iatveusts, Iatrie (griech.), Heil-kunst.

Iberien, Spanien und Portugal. .

ibiäei» llat. abgekürzt, >b. oder ibili.),ebendaselbst, am gleichen Orte.

Ibis, ein in Aegypten einheimischer,an Gestalt und Grösse dem Storch ähnli-cher Brachvogel, der von den alten Aegyp-tern göttlich verehrt wurde, Nilreiher.

Icarus unternahm nach einer altengriechische» Sage mit seinem Vater Dä-dalnS (siehe dädalisch) von Creka aus«inen Flug. Da er zu hoch flog, schmolzdaS Wachs, womit seine künstliche» Flügelam Leibe befestigt waren, an der Sonnen-hitze, und er stürzte inS Meer hinunter.Daher sind die Flügel oder der Flugdes Jcacus ein Bild eines tollkühne»Unternehmens.

Ichneumon, Pharaonsratte, Spur-ratte, dem Iltis ähnlich, vorzüglich häufigin Aegypten, wo sie neben andern DingenKcokodil-Eier verzehrt (auch Mungo so-genannt.)

Ichnographie (griech.), i. Skizzic-kunst; 2. ein Grundriß, Plan eines Ge-bäudes, auf einer mit dem Gesichtskreisegleichlaufende» Flache- — Ichnograph,Grundcißzeichner.

Ichor (griech.), Mundwasser, Eiter.— tchovos, eiterig.

Ichthyolith (griech.), Fischstein, Ab-druck eines Fisches in Schiefer- (Manfindet auch die Wörter: Ichtyomorphit,

Schweizers Wörterbuch, v.

Idealwelt. 241

Ichtyomorph, Ichtyt. Ichtyoty-polith. Ichtyospo»dylit.) — Ich-thyologie, der Theil der Naturkunde,welcher von den Fische» handelt, Lehrevon den Fischen. — Ichthyolog, «inFischkenner, Fischknndigec. — Ichthyo-phag, Fischcsser, der von Fischen lebt,wie z. B- die Grönländer- — Ichthyo-sts, Fischschupvenaussatz.

Icon. siehe Ikon.

Ictus (lat.), Schlag, Stoß, Hieb,Stich.

i(Uuz, Saris consnllur , Nechtsgelehrker.

Idalia, Beiname der Venus.

Idealwelt, eine Welt, welche diewirkliche übertreffe» soll, ohne Uebel. —Ideal (das), (nenlat.), ei» Gedankenwe-sen. Gedankenbild; die vollkommenste Vor-stellung eines Dinges i» Gedanken; Mu-sterbegriff; Urbild, Vorbild, Musterbild:c.Musterbild, das sich z. B. ein Künstler voneinem Gegenstände, den er darstellen will,nach seiner Phantasie bildet. — ideal,idealisch, nicht wirklich, nberwirklich;musterhaft, mnsterbildlich, z. B. ideali-sche Schönheit, die höchste Schönheit,die sich nur denken lässt. —Das Ideale,als Gegensatz des Reale», bedenket so vielals: das Geistige. — idealisireii, etwaszum Ideal erheben, als vollkomme» dar-stellen, vergeistigen. — Idealismus,dasjenige philosophische System, nach wel-chem die Dinge außer uns. die Körper,nichts weiter als Vorstellungen seit« sollen.tFichte's Lehre.) — Bisweilen bezeichnetdieses Wort auch diejenige Ansicht, nachwelcher das Ideale, das Geistige, demKörperlichen so übergeordnet wird, dassdieses als ganz durch jenes bedingt undbestimmt erscheint. — Idealist, einer,der das wirkliche Dasein der Dinge außerihm entweder läugnet, oder für »nerwieseuerklärt, folglich alles auf blosse Vorstellun-gen zurückführt. — idealistisch, denIdealismus betreffend. — Idee, t- jedeVorstellung, jeder Begriff; 2, vorzugs-weise eine Vorstellung von dem über diesinnliche Wahrnehmung Erhabenen. Sospricht man von den Jdeen»des Wahre»,Schönen und Guten- — Ideologie,i. Jdeenlehre, 2. Metaphysik. — Ideo-log, 1 . Metaphysiker; 2. Träumer,Schwärmer-

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