292 luderte ct e^alile. .
spricht. — Übertret!, befreien, erlesen,erretten.
I.il>erto kt sz-Iiw (franz.), Freiheit undGleichheit.
Libertin lfranz. sprich: Libertäng),Libertiuer, I. Lüstling. Ansschiveifen-der, Wüstling; 2. Freigeist. — Liberti-Iiage (sprich: L i b er t i n ahsch'j, Liberrtillismus, 1. Zügellosigkeit, »ngebun.dene. leckere Denkens- nnd Lebensart;2. Freigeistecei.
libidiitös (lat.), wellüstig, sinnlich.
Libitnicr (lat.). die Leichengötkin . Tod-tengötlin; auch Beiname der Preserpina.
Librairie ifranz.), Bnchhandlung.
illbrarius (lat ). 1. bei den Römern,ein Sklave, der seinem Herrn Bücher ab-schreiben mußte; 2. ein Buchhändler.
Hibrntion llat.), das Schwanken, eineschwankende Bewegung des Mondes, dieOrtsänderung desselben, wonach die anihm bemerkbaren Flecken während seinerBewegung um die Erde und um seineeigene Are ein wenig verrückt werden.
Liceilt llat.), Accise oder Abgabe vonWaaren oder Lebensmitteln , Waarensteuer.
Licentiat (lat.;, I. auf Universitäten,der, welcher zwischen BaccalanrenS nnd demDockorindec Mitte steht, folglich die nächsteAnwartschaft auf eine Doctorwürde bat; vor.züglich in der theologischen nnd juristischen Fa-kultät; 2, in einigen Städten der Schweiz,einer, der die Bewilligung erhält, Prozessefür Andere zu führen. Sachwalter zn sein,doch nur vor untern Behörden. — licen-tnren, t. Erlaubniß oder Befngniß er-theilen; 2. befreien; 3. des Dienstes ent-lasse», verabscheideu. — Licenz, >. Er-lanbniß, Bewilligung, Freiheit; daher:Licenzschein, ein Schein einer Behörde,wodurch etwas, z. B- der Transport selbst-berfertigter Waaren gestattet wird; 2.insbesondere in den schönen Künsten, diedem Künstler zustehende Freiheit, sich etwasFehlerhaftes zu erlauben, »m dadurch einehöhere Schönheit zu bewirken, z. E. diepoetische Licenz oder Dichterfrei-heit; 3. Ungebnndenheit, Zügellosigkeit,Ausgelassenheit.
Liceum, siehe Lyceum-
Liehen llat), die Flechte. — liebeni5>ao,ilci>-, isländisches Moos.
Licitntic>n (lat,), 1. Versteigerung,
Ligue.
Anction, Gant; 2. das Bieten auf etwas.— ticitire», t. verganten, versteigern,verauctionire»; 2. bieten auf etwas. —Licitnnt- der Bietende. — Licitum,1. das Gebot auf etwas; 2. etwas Er-laubtes-
Lictoren (lat.), Gerichtsdiener bei denRömern, die vor den obrigkeitlichen Per-sonen hergingen und Fasces trugen.
Lienterie, Danchfinß, bei welchem dieNahrungsmittel unverdaut abgehen, Ma-genruhr.
tien«, Lieue (franz. sprich: Liöh'1,französische Meile, 1 1/3 Stunde, eineStunde und beinahe eine Viertel.
Lieutenant (franz., oft umgewandeltin Leutenant), der nächste Officier nachdem Hauptmann nnd Rittmeister.
Ligament (lat.), I. Gliederband,Flechse; 2. Verband, Wundverband; 3.bei Schriftgießern Doppelbuchstabe, zu-sammengezogene Buchstaben, wie ck, tz. —Ligation, wnndärzklicher Verband oderBandage. — Ligatur, 1. das Unter-binden oder Abbinden der Adern, um dasAusfliesten des BlntS zu verhindern. Adcr-laßbinde; 2. in der Musik, die Bindung,aus einem Takt in den andern übergehendeFoctdehnnng der Noten; 3. Band oderEinband eines Buchs.
ligire» llat.), beim Fechten, dem Geg-ner das Gewehr aus der Hand schlagen.
Ligorianer, Ligsristen, ein, nachseinem Urheber Lignori benannter, denJesuiten ähnlicher Orden in Oestreich undItalien.
Ligue (franz. sprich: Lihge), lüiga>,ein Vertrag, wodurch sich Mehrere zueinem gemeinschaftlichen Zwecke verbinden.Ganz besonders heißt so ein Bündnist,welches die katholische Partei am französi-schen Hofe unter Anführung des Herzogsvon Guise schloß, 1>m die Reformirten znunterdrücke»; und eben so der >610 inWürzbnrg ^urn den kathol. Fürsten gegendie Union der protestantischen geschlosseneBund.
Lieferant, Liefcrer, der etwas liefertoder zu liefern übernimmt; z. E. im Kriege,Heu, Frucht, u. s. f.