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J.C. Schweizer's Fremdwörterbuch : zur Erklärung fremder Wörter und Redensarten, besonders in Bezug auf Alterthumskunde, Geschichte, Medizin, Rechtswissenschaft und Technologie
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liiren.

lirren (franz.), verbinde».

Lilcrs, üllri, der spanische Hollunder,Flieder, Fliedecbaum.

Ltliputer, mährchenhafte Zwerge. vonder Große eines Daumens. — Llliput,ihr erdichtetes Land.

Ll'matl'on (lat.), die Feilnng, Absei-lnng , von I-l»u>, die Feile. — Limatur,was abgefeilt wird, Feilslanb.

Limbus (lak.), l. Saum, Streifen,Falbel; 2. „ach dem Gemeinglanben derKatholiken, ein abgesonderter Ort nahe beider Hölle, für die Seelen der ungetanstgestorbenen Kinder, wo ste, bevor sie inden Himmel eingehen können, von derErbsünde gereinigt werden müssen; erheißt inknnlnni. — Ein anderer

ähnlicher Ort neben der Hölle, wo die Va-ter des alten Testaments ihrer Erlösungdurch Christum harrten, heißt l-imvus

Limenereutik lgriech.), SchiffSlcn-

kungswissenschast.

Liniier (franz. sprich: Limieh),Spürhund.

Limitation (lak.), Einschränkung, Be-schränkung, Bestimmung. - limitativ.einschränkend. — limitiren, begrenzen,einschränken, bestimmen. — Liinito (der)tikal.I oder Limite (die) (franz.), 1-daShöchste Gebot, das einer bei einer Feilbie-tung dem erhaltenen Auftrage gemäß thundarf; 2. Grenze des Credites, den ei»Kaufmann dem andern gibt.

limitrophisch, angränzend.'

Limnnden lgriech ), Seenympben.

Ltiiioucn, Limonie», perstscherNameder Zitronen, der besonders eine kleinere,blässere Art derselben, mit dünnern Scha-len, bezeichnet. — Limonade ll>auz.),ein kühlendes Getränk aus Wasser, Zuckerund Zitronensaft; Zikronenwasser. — j>i-monndier, Schenkloirth, der Limonadeund andere erfrischende Getränke feil hat.

Uinoa (lat.), Linie, t. eine AuSdcb-Mtng itt die Länge. die man sich ohneBreite und Dicke denkt; 2. Zug, Strich;

3. nebeneinander stehende Worte, eine Zeile;

4. der zehnte oder zwölfte Theil eines Zol-les; 5. die in Gliedern stehende» Solda-ten: b. die in Schlachtordnung neben oderhinter einander stehende» Schiffe, daher

lipogrcimmatifch. 295

das Linienschiff*); 7. Stamm- oder Ge-schlechtsreihe; 8. der Aequator (siehe

steigere Linie: die Personen, von wel-chen lvic abstammen lAeltern, Großäl-

Lime: die Personen, welche von uns ab-stammen lKindec, Enkel!. — Ulnen c»l-lnteralls, Seitenlinie, alle Seitenverwand-te. — Lineal, Richtstab, Richtscheit; lan-ges, dünnes, schmales Bretchen, um ge-rade Linien damit zu ziehen. — Li»ea<mente, die Gesichkszüge, oder die Zügein den Händen. — Linear-Zeichnung,Zeichnung durch Linien, Umrißzeichnung.

Lingam, in Indien, das männlicheGlied, verehrr als Symbol der Zeugnngs-kraft der Natnr. Daher L i u g a m d ie ust.Vgl. phnllus.

Linge (franz. sprich: Lengsch'), Lein-wand, Wäsche, leinener Zeug.

Lingots, rohe Metallstangeu, lvie sieaus den Bergwerken in die Münze undan die Arbeiter kommen.

Linguist (lat.), der sich mit Forschun-gen über den Ursprung, die Bildung undVerwandtschaft der Sprachen beschäftigt;Spraclikcnner, Sprachkundiger. Vom lak.i-ingnn, Zunge; Sprache. — Linguistik,Sprachenkunde. — linguistisch, sprach,kundlich- — llnAu-ils-, dieZungenbuchstaben.

Lininient (lat.), dünne Salbe, Linde-rnngSsalbe. — Uiniinenlnin volnills, stuch-kige Salbe, aus Salmiak und öligen Be-standtheilen.

Linon lfranz. sprich: Linong), zarte,feine Leinwand zu Krausen, Manschettenn. dgl. in der Pikardie gemacht, Schleier-tuch.

lipogrammatisch lgriech.), wird vonSchrifteti gesagt, worin diese und jeneBuchstaben mit Fleiß vermieden werden.

*) Linicn-Schi ffe, Kriegsschiffe von 1120bis 1920 Tonnen, 00 bis 110 Kanonen und 400bis 850 Mann Besatzung, welche theils zu See-gefechten, theils zur Bedeckung von Kauffarthei-und TranSportschtffen gebraucht werden und i»der eigentlichen Linie fechten können.

Linien-Truppen, regulirtc oder stehendeTruppen, ztim Unterschiede von den Militzcnoder den in der Geschwindigkeit bewaffneten oderaufgebotenen Truppen.