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J.C. Schweizer's Fremdwörterbuch : zur Erklärung fremder Wörter und Redensarten, besonders in Bezug auf Alterthumskunde, Geschichte, Medizin, Rechtswissenschaft und Technologie
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Locarium.

Locarium. Locatartum(lat.),Haus< !zins. Miethzins, Pachtgeld. — Locactaire (Kauz. sprich: Lokatär'), Loca-tarius (lat.), der Miethmann . Miether.Pachter. — Locatloil, l. Verleihung,Verpachtung, Vcrdingung, Mieth. oderPachtkontrakt; 2. Stellung, Ordnung. —Locator, der Vermiekher, Miekhsherr.

Lochte» sMehrh.) lgriech.). GeburtS-blutflnß, Reinigung der Kindbetkerinnen»ach der Geburt.

loei (lat.), des Orts. — l'.wior lori,der Pfarrer des Ortes.

locire» (lat.), t. stellet!, prdneu, Platzanweisen; 2. vermiethen, verpachte»,loco citsto (lat.), am angeführten Orte-Iscost'x llat.), auf einem Standorte be>festigt, angewachsen, eingewurzelt; so wer-den die Pflanzen genannt im Gegensatze derThiere, welche, weil sie den Ort verein-dein können, loconiottv heißen.— Loco-motiv erscheint auch als Hauptwort: Mit-tel der Fortbewegung, Werkzeug, »m voneinem Orte zum andern zu fahren, wieDampfwagen. Diesen Ausdrucken entspre-chen wieder die .Hauptwörter Locofixltätund Locomovität-

loco stZNli llat.), an Siegels Stakt. istdie Stelle in Abschriften, wo daS Siegelhingehört sabgekiirzt I-. 8.)

locupletire» (lat.), bereichern.

(der Ort woher), der Mohirort des Wech-selstellers. — l-<>c»5 all mir», (der Ort

wohin), der Ort der Wechselbeziehung. —

mein bekannter Satz, Gemeinplatz, All-tagswahrheit.

Locutio» (lat ), Redeweise. Ausdruck.— Locutorrum, Sprachzimmcr in den!Klöstern.

Log,Lsog- Lock(e»gl.). ein Sthiffs-lanfmesser.

Logarithme» lgriech ), Einheit: Lo-garlthinus, Verhaltnißtahlen, Verhalt-instzahlzeiger- — LognrithinenTnfel,,.Verhalinißzahltafeln. Diele geben Zahlenan. durch welche man das Mnltiplicirengroßer Zahlen in Addiren, das Dividirenin Snbkrahiren, und das Ausziehen derQuadratwurzel in Halbirett verwandelnkann. — Logarlthmik, Verhältniß-«!).

Logos.

len-Lebre. — logarithmisch, die V«r<halknißzahlen betreffend.

Loge (franz. sprich: Lohsch'), t. Ver-schlag , Behältniß. Zelle; 2. Halle, Schau-zelle, Schauballe, Schankämmerchen, eineverschlossene Reihe von Sitze» in den Schau-spielhäusern; Z. Versammlungsort der Frei-maurer; 4. diese Versammlung selbst; dieGesammtheit der an einem Orte versam-melke» Gcsellschafksglieder. — logende!(sprich: loschabel), bewohnbar, bequem.— Loge,»eilt (sprich: Loschemang),t. Wohnung, Behausung, Herberge; 2.Befestigung eines von den Belagerten er-oberten Postens, und das Festsetze» in dem-selben. — Logis (sprich: Loschid),Wohnung, Behausung, Quartier, Her-berge. — logire», t. wohne», bcwoh-ns»; 2. bei sich wohnen lassen, einquartie-ren , beherbergen.

Logik lgriech-), Denklehre, (Vernunft -lehre), die Wissenschaft von den allgemei-neu Gesetzen des Denkens. — logisch,zur Logic gehörig, oder darin gegründet,ihren Regeln gemäß, vernunftgemäß, fol-gerichttg. — Logiker. Denklehrer, Denk-kundiger, scharfer, richtiger Denker. —Logistik, die Buchstabenrechenkunst.

Logogryph lgriech.), ein Buchstaben-räthsel, dessen Eigenthümliches darin be-steht . daß durch die angezeigte Wegnahme,Hinzufngnng oder Versetzung einzelnerBuchstaben verschiedene Dinge in einemWorte zu errathen stehn, nicht zu verwech-seln mit Charade <siehe diesen Artikel);z. B.:

Beschaust d» gern den Gletscherschnce,

So rath ich dir es mit „st";

(steige)

Und möchtest v» mit „ F " c» speisen,

So mußt du nach dem Süden reisen;

; t «eig«)

lind liebst du leichten Nnnivhenlauf,

So muntert cS mit „ G " dich auf;

(Geige)

lind willst du sein ein braver Zecher,

So laß eS nicht mit „N" im Becher;

(Neige).

Logottiachic lgriech.), Wortstreik,Wortklauberei, Workgezänk. — Logo-niachos, Logoinachus, eiu Wortstrester.

Logos, t. die Vernunft; 2. die per-sonifizirie göttliche Weisheit, der SohnGottes, im N. Testam. unter dem Namen