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kirnst, ei» Anflösemittel; 2. das Monatlicheder Frauenspersonen, die Regeln. Mehrh.Mensirua. — me»struiren, die Re.geln bekommen. — Menstruation , diemonatliche Reinigung.
Mensul <lat.), Meßtisch.
Mensur (lat.). i. Maß, Abmessung,Abtbeilnng; 2. der Takt in der Musik,Bestimmung des Langsamen und Geschwin-den, Zeitmaß; 3. in der Bildhauerkunst,das Maß, »ach welchem die Theile desModells auf den zu verarbeitenden Marmor-oder Skeinblock mit Zickel und Bleirothaufgetragen werden; 4. beim Tanz, dasSchrillmaß; 5. in der Fechtkunst, die ge-hörige Entfernung der Fechtenden; 6. beimOrgelbau, ei» Maßstab, worauf die Längeder Pfeife» getragen ist. — mensurire» ,eintheile» , abmessen, das gehörige Verhält-niß geben. — mensurabel, meßbar, wassich messen läßt. — Meusural-Gesang ,worin jeder Ton »ach einem genau bestimm-ten Zeitmaße vorgetragen wird- — Men-surabllitat. Meßbarkeit, Ermeßlichkeit.— Meusuration, Messung.
mental (lat.), was in Gedanken ge-schieht oder Statt findet. Daher: i-s-ici-->i>tio iiiouiaHs (siehe diesen Artikel).
inente eggt»., (lat.), ein Blödsinniger;ein Wahnsinniger.
Mention (lat. >, Erwähnung, Mel-düng. — mentioiure» , erwähnen, ge-denken.
Mentor (griech.), 1. ein vertrauterFreund des Ulysses, bei dessen Sohne Te-lemachus er die Stelle eines Lehrers undFührers znr Weisheit und Tugend vertrat;2. uneigentlich: ein Führer, Erzieher, Rath-geber junger Leute.
Menuet, Menuett (franz.). t. einTanz, der einen saufte» , abgemessenen .etwas langsamen Charakter hak. Er heißtauch der Fuhrt«»;, weil die Tänzerin vonAnfang, in der Mitte und am Ende ge-fuhrt wird; 2. in der Tonkunst, ein klei-nes, für diele» Tanz eingerichtetes Tonstückim 3/4 Takt, das aus zwei Theilen, jedervon acht Takten, besteht, zu deue» bis-weilen »och ein Trio kommt.
Mephiflopheles (Mephisto), derTeufel in Menschengestalt mit einem Pferde-fnße. — Daher mephistophelisch, teuf-lisch, satanisch, mit teuflischer Arglist.
Mercue.
Mephitis (griech.), Stickluft. — me<phitisch, dem Einakhmen schädlich; stin-kend. — mephitische Lust, mephiti-sches (Aus, Luftark, die nicht eingcachmetwerden kann , und auf Menschen undThiere tödtlich wirkt, wie z. B. in Kel-lern , in welchen Wein gähret. — Me«Vhitismus, Stickkcaft.
ftspri., (franz. sprich: Meprib), Ver-achtung. — meprisabel, verächtlich.
Mvprise (franz.), ein Versehen. Irr-thum, Mißverstand.
mercuntil. merciuitilisch, mer-katorisch, kaufmännisch, den Handel be-treffend. — Mercatur, Merkntur,staiifhandel. — Mercuntil- oder Mer-kantil - System . der Lehrbcgriff , nachwelchem Gewerbe und Handel, im Gegen-satze gegen die Landwirthschaft, den Reich-thum und daS Wohl eines Staates aus-machen soll; welches besonders voll demFranzosen Colbert geltend gemacht wurde.
— Mercantil < lVese» . der Handelund Verkehr, mit seinen Gesetze» und Ge-bräuchen.
mercenär (franz. fpr.: merßenähc,vom lat. mercens^iu«), feil, lohnfüchtig.
— Ein Mercenär, Miethling, Söldner.
merci (franz. sprich: Mecßi), Dank,ich danke.
Mercur, Merkur, Merkurius(lat.), 1. (bei den Griechen Hermes),der Bote der Götter; Begleiter der abge-schiedenen Seelen in die Unterwelt: auchder Gott der Beredsamkeit, des Handels,und des, zumal mit List und Klugheit ver-bundene» Sleblens- Er wird abgebildet alsein schöner, eben Mann werdender Jüng-ling mit Flügeln an Reifehnt und Fußenund einem Schlangeiistabe; 2. der kleinstePlaner unsers Sonnensystems, welcher derSonne am nächsten ist; 3. das Quecksilber.
— mercurink, merkuriul, merku-ricilisch. quecksilberhaltig, ivas von Qneck-silber ist, oder daraus bereitet wird. —Mercuricil Mittel- O-necksilber-Mitkel.
— Mercurial Rur, Kur durch Queck-chlbermittel. — Mercurinle, >. bei denehemalige» Parlamenten in Paris eine jähr-lich zweimalige Feierlichkeit, wobei in einerRede die in der Gerechtigkeitspftegr bemerk-ten Mißbrauche gerügt winden; daher einVerweis; 2. ein aus Quecksilber znberei-