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J.C. Schweizer's Fremdwörterbuch : zur Erklärung fremder Wörter und Redensarten, besonders in Bezug auf Alterthumskunde, Geschichte, Medizin, Rechtswissenschaft und Technologie
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Melosis.

Melosi« (griech.), schirurg.), die Unter-fuchiing mit der Sonde, oder Senknadel.

Melpomenc (griech.), die Muse des

Trauerspieles.

Membrane (griech.), I. zarte Haut,Haulcheu; 2. Pergament, Pergament-Hand-schrift. meinbranös, hantig. Mein«brum , Glied; Mitglied. i»o>nbruu>virile, das männliche Glied.

Meinento (lak.), (eigentlich: gedenke,denke daran! als Hauptwort:) Erinnerung,Gedächtnistzcichen. d1c->»-oio inori, seieingedenk des Todes! Todeserinnerung, wiez, D. ein Todtenkopf mit zivei kreuziveisegelegten Knochen-

Memnons - Gäule, eine Bildsäulebei Theben in Aegyoten, welche ehemals,wenn die Sonne aufging, einen Klang sollhaben hören lassen.

Memoire lsranz. for.: Memoahr),1. Erinnerungs- oder Denkschrift; 2. eineschriftlich« Vorstellung, Bittschrift, Gesuch,Eingabe. Historische Me Moires,hauptsächlich in der französischen Literatur,Schriften, in denen man besonders selbsterlebte Begebenheiten aufgezeichnet hat, unddie nur einzelne merkwürdige Begebenhei-ten oder Personen znm Gegenstand haben;Denkwürdigkeiten, Denkschriften. me-mora'el , denkwürdig , merkwürdig.Mcmorabilien , Denkwürdigkeiten.Memorandum Memorandenbuch

Gedenkdnch, Ermnerungsbnch. dt,-,»olil>,das Gedächtnis? ; Andenken. Ein proinklnoria, oder UroinetNorii, 1)d0MeM0-ria, Bittschrift, »nterrhäniges Gesuch, Ein-gabe, so viel als Nlemorial. lNemorloIvrsll, , das örtliche oder Ortsgedachtnis?. Memorial, 1. eine Bittschrift, Vor-stellung au eine obrigkeitliche Behörde; 2,Gedachtnistbnch, Handbuch, Merkbuch, beiKai,stellten Manual. memoriren,memorisiren , auswendig lernen,memoriter , auswendig, aus dem Ge-dächtnlst.

Meniphit. ein schtvarz und weist ge-streifter Srei» , eine Art Onyx.

Menage (franz. sprich: Menahsch),1. Haushaltung, Wirthschaft, z. B- eineigenes Menage machen , eine eigeneKüche führe»; Menage mit Jemandmachen, mit einem haushalten, auf ge-meinschaftliche Rechnung leben; 2. Erspar -

Menstruum. 315

nist, Sparsamkeit, Wirthlichkeit; 3. «inAufsatz in einander passender zinnernerNäpfe, worin man die Speisen holen läßt. Management (sprich: Menahsche-lnang), Schonung, Mäßigung. me»nagiren (sprich: meIIaschireil), 1.haushalten; sparen, sich einschränken, zuRathe halten; 2. schonend behandeln.sich menagiren, sich mäßigen.

Menagerie (franz,), i. ein Ort.worin fremde Thiere unterhalten werde» ,Thiechaus. Thiergarten; 2. Biehhof.

Mendt'cant (tat.), Bettler; besonders:Bettelmönch, Bettelbruder.

Meninr (griech.), Hirnhaut. Me-ningitis, Entzündung der Hirnhaut.

Menin (franz. sprich: Menäng),Prinzenfuhrer, Pcinzengesellschafcer.

Meniscur sgrieeb.), Mondglas, einauf der einen Seite hohl, auf der andernerhaben geschliffenes Glas, ein convex-con-caves Glas.

Mennig (vom lat. inww,«), ein pome-ranzcnrorber Bleikalk, der als Farbe, Gla-snr und Arzeneiivaare benutzt wird. Blei-zinnober.

Mennoniten , Mennonisien , derName der Wiedertäufer in Holland, voneinem ihrer ersten Lehrer, Menno Simo-nis , einem Friesländer. Sie tanke» nurErwachsene, bekleiden kein öffentliches Amt,verabscheuen den Krieg und schwören keinenEid. Vcrgl. Anabaptisien.

Ikielio (ital. vom lat. iniimv), weniger;j. B. >»e»o tolle, weniger stark, schwacher,meoo pi.voa, weniger schwach, stärker.

Menologium (griech.), Heiligenka-lender.

Menorrhagie , oder Menorrhoa(griech.), Mntierblutflnst. Menosta-sis, Hemmung des Blutflnsses, unter-drückte monatliche Reinigung.

Menv.v (lat,), der Tisch. » >»«»«->,vom Tische geschieden. >»«»!-> anlliut«-lo,-il>, Freitisch, den ein Schüler den einenTag ,n diesem, den ander» in jenem Hansehat.

Men-ws, Menses ilat.), die monatlicheReinigung der Frauen.

einem gesunden Leibe wohnt eine gesundeSeele.

Menstruum (lat.), i. in der Scheide-