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J.C. Schweizer's Fremdwörterbuch : zur Erklärung fremder Wörter und Redensarten, besonders in Bezug auf Alterthumskunde, Geschichte, Medizin, Rechtswissenschaft und Technologie
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Naphtha.

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Mystik.

Gott, Engel, Heilige und Teufel auftra-ten. — mysteriös, geheimnißvoll, ge-heimnisreich.

Mystik lgriech.), dieses Wort bezeich-net bisweilen nur im Allgemeinen die „An-erkennung eines Gebietes in unserm Geiste,daS für die Begriffe unzugänglichist, und in welchem bloß Glaube und Ahn-dung gilt." Häufiger aber versteht mandarunter die Gebeimlehre; das Strebe»nach dem Geheimnißvolle» in Bezug aufdie Religion; die Lehre von einer geheimenEinwirkung des göttlichen Geistes auf diemenschliche Seele; die tiefere Untersuchungdes geheimen Sinnes der heiligen und an-derer Schriften. — Mystiker, ein derMystik Zugethaner, einer, der Phantasieund Gefühl dem Teheimnißvolle» zuwendet.Geheimnißfreund. — mystisch, geheim-nißvoll. was einen andern, geheimen Sinnhat oder haben soll. als die Worte ange-be», geheimfinnig, übersiniiig. — Mysti-cismus Geheimnißglanbe; Neigung zuGeheimnissen; das Leben und Weben indunkeln religiösen Gefühlen; Glaube andie Möglichkeit einer unmittelbaren Berei-nigung mit der Gottheit und das Tbeildaf-kigwerdeu göttlicher Eingebungen. — my-stistciren , einen aus eine fein aiisge-sonnene Weise hinter das Licht führen,zum Besten haben, einem etwa» aufbinden.

— Mystifikation, tauschende Angabe,Fopperei- Man sagt z. B. ein Zeitungs-artikel enthalte eine Mystifikation, wennViele, auch etwa Redaktoren anderer Blat-ter. durch denselben gerauscht werde».

Mythos , Mythus , Mythe (gr.).Dichtung Sage, besonders eine solche,welche die Gölte, lehre betrifft. — Einige,welche von Mythe», die sich im NeuenTestamente vorfinden, spreche», gebendemWort die milde Deutung: Mythe isteine religiöse Idee, welche in ein histori-sches Gewand gehüllt ist. — mythisch,zur Fabellchre und Sagenerzablung gehö-rig. — MythoiOg, Aabellehre, Lehrevon den erdichteten Gottheiten der Alten.

— mythologisch, zur Fabellehrs gehö-rig , die Götterlehre betreffend.

Myxorrhöc (griech.), Schleimfluß.

N.

Naainaz, das Gebet der Türken, wel-cheS sie des Tages fünfmal verrichten müs-feu. »amlich bei Aufgang der Sonne, znMittag, am Abend, bei Sonnenuntergangund in der Nacht um 2 Uhr-

Nabob sindian.), in Ostindien derStatthalter einer Provinz, oder der Be-fehlshaber über die Truppe» derselbe»; so-dann versteht man darunter eine» Beamtender euglisch-ostindischen Compagnie, der stchaußerordentliche Reichthümer gesammelt hat,endlich überhaupt einen mit orientalischerPracht lebenden Schweiger.

Nadir tarab.), Fußpunkt. der Punkt,der stch ergibt, wenn wir unter den Füße»i» Gedanke» «ine senkrechte Linie durchdie Erdkugel hindurch a» die entgegenge-setzte, uns nicht sichtbare Halbkugel desHimmels ziehen. Der entgegengesetzte Punktbeißt Kenilh oder Scheitelpunkt.

dl-evus, naevus inateinus (lat.), Mutter-mal.

Nänie. Nenie (griech.), ein Todten-odec Leichengefang, ein Klag - oder Trauer-lied.

Najaden (griech.), Wassernymphen,Bewohnerinnen und Schiitzgötkiiineii derQuellen und kleine» Landgewasser.

dtaiesaae- (franj. sprich: Nassangß'),Geburt, Abkunft.

naiv lfranz.), natürlich, ungekünstelt,ungezwungen , arglos, treuherzig unbefan-gen. — Naivetät. Natürlichkeit, Kunst-lostgkeit, unbefangene Offenheit, Treuher-zigkeit.

Nanquin, Nanking , Nankin. ein

nctprunglicb chinesischer, dann pstindischer,glatter, baumwollener Zeug von gelblicherFarbe; er bat seine» Namen von der SiadtNanking in China. Die Nankins aus eu-ropäische» Manufakturen sind dagegen inGar» gefärbt. — Nankinet, ein demNanking ähnliches, leichtes Baumwollenzeug.

Nantes, stehe Edict von Nantes.

Napäen (griech.), die Nymphen derWaldkhaler und Lustwalder.

Naphtha (griech.), 1. die natürlicheist ei» sehr feines weißes aus Wasser- undKohlenstoff bestehendes Stein- oder Bergöl,