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J.C. Schweizer's Fremdwörterbuch : zur Erklärung fremder Wörter und Redensarten, besonders in Bezug auf Alterthumskunde, Geschichte, Medizin, Rechtswissenschaft und Technologie
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292 Philhellene.

philhellene (griech.), Griechensrcund.

Philipvica, Philippiken (griech.),die heftige» Reden des Demosthenes ge-gen den König Philipp von Macedonien.nm die Griechen zn ermähnen, daß sie sichihm nicht unterwerlen sollten. Nach ihnennennt man »och jetzt eine heftige, don-nernde Rede eine Philippica.

PhtlipplNt lfranz), ein Name, der,so ivie er einer Person, »ach früherer Ab-rede, zugerufen wird, diese zu einem Ge-schenke verpflichtet. Gesetzt zwei Personenverabreden, indem sie auf eine doppelteMandel stoßen, Philivpine zu spielen,io sinnt jede darauf, die andere am fol-genden Tags durch den Zuruf: von ja»,-,sGnten Tag, Philippine!) zuüberrasche». Diejenige, welche zuvorkommt,erhalt irgend ein Geschenk.

Philister, ein Name, welche» die Stu-denten auf Hochschulen den Bürgern zugeben pflegen, Soießbürger- — phili-strös, philistermaßig , spießbürgerlich.

Philodoxie (griech.), Ruhmsucht.

phtlogy» (griech.), Weibecfreund. —philogynie, Weiberliebe.

Philolog (griech.), ein Sprachgclehr-ter. Sprachforscher, besonders Kenner undAusleger der alten Sprache». — Philo-logie, die gelehrte Kenntniß der Spra-chen, besonders der alten, Sprachgelehc-samkeit. — philologisch, was in dieSprachgelebrsamkeit gehört, sprachgelehrt.

philomnthie (griech-1, Lernbegierde.

Philomele (griech-), Nachtigall.

philomusos (griech ), Musenfrcund,Kunstfreund.

Philoptldie (griech.), Knaben- undErzwhungslicbe.

philopiiiricium (griech., Stammbuch.

Phil0ps)?chie (griech.), übertriebeneLiede zum Leben.

Philosoph (griech.), ein Freund derWeisheit. Weltweiser, Vernnnsiforscher.—philosophaster, ein Afrerweiser, Vor-nunfrler. — Philosophie, die Welt-weisheit, diejenige Wissenschaft, welche sichmit der Erforschung der Dinge »ach ihrenUrsachen und Zwecke» beschäftigt, welcheAlles, was als seiend vorgestellt wirb.Geistiges und Körperliches, seinem Wesen

Phlegma.

nach zu ergründen strebt. — philoso-phiren- verniinsimaßig denke»; aus Grün-den etwas erkennen. Ein durch Philo-sophiren herausgebrachter Satz, einephilosophische Lehre beißt ein phtloso-phem. — philosophisch, zur Welt-Weisheit gehörig, vecnunftmaßig, Vernunft-wissenschaftlich. — Philosophismus,Scheinphilosophie. — philosopdlstive»,scheiiiphilosophisch urtheilen . spreche» , ver-nünfteln. — Lbitoropliu, noii cural t lat.) ,ein Philosoph achtet es nicht, setzt sichdarüber weg.

Philotechtiie (griech.), Liebe zur Kunst.— philotechnos, Kunstfreund.

philoteknos lgriech.), Kinderfrennd.

Philotimie (griech.), Ehrgeiz.

phlltromaiue (griech.), Liebesivukh,durch eitlen Liebescrank verursachter Liebeö-ransch. — Philtrum. eii, sogenaiiiikcrLiebestrank, dessen Zauber die Liede einerPerson bewirken, und sie sogar in Liebcs-ivuih versetzen sollte.

Phimosts (griech.), Verengung, be-soiiderS der Vorhaut.

Phiole (griech.), Scheidcflasche, ei»gläsernes Gefäß mit langem engem Halselind Mundloch, aber weitem, rundemBauche, das von den Chemiker» gebrauchtwird.

phlebotomle (griech ), Aderüffnung,Aderlaß. — PHIebotom, der Aderlaß-schnepper.

phlegeroil. ein Fluß der Unterwelt,welcher Feuer statt Wasser enthielt.

Phlegma (griech.), t. das Wässerigei» geistigen izlüssigkeike». z. E. im Brannk-wein; 2- das Schleimige im Blute undin den Saften des menschliche» Körpers;3. dasjenige in den thierischen Körner»und in der Seele, was sie geneigt macht,in einer gleichtöcmige» Stimmung zu be-harren; die Unfähigkeit des <2emüihes zuplötzlichen und heftigen Bewegungen undAffekte», Kaltblütigkeit, Trägheit, Schwer-fälligkeit, Bedachtlichkeir. — phlegma-tisch, schleimblütig, kaltblütig, trage, un-empfindlich. ruheliebend, bedachtsam. —Phlegmatiker, PHIegmaricu«. einKaltblütiger, Unempfindlicher. — phleg-magogica oder phlegmagoga, Schleimabführende Mittel. — PHIegmapyra,