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J.C. Schweizer's Fremdwörterbuch : zur Erklärung fremder Wörter und Redensarten, besonders in Bezug auf Alterthumskunde, Geschichte, Medizin, Rechtswissenschaft und Technologie
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Pharisäer.

Glücksspiel mit Karte», Bankspiel. Jederlegt anf frei gewählte Kartenblatter Geld.Der Bankhalter (Bangiüec) zahlt zwarJedem, der beim Aufhebe» der Karteneine höhere Karte hak, sopiel als darausgesetzt war; ober er streicht hinwieder,wenn er die günstigere Karte hat, Allesfür sich ein.

Pharisäer (hebr.), 1. ein Glied einerehemalige» Secte unter den Juden, diestill durch strenge Beobachtung äußerer got-keSdienstlicher Gebrauche auszeichnete, abernicht dem Verdachte der Heuchelei entging,ein Leremonieneiferer: 2. Heuchler, Schein-heiliger. — pharisäisch, scheinheilig,heuchlerisch. — pharisäismus, Schein-heiligkeit, Heuchelei.

Pharmaceut (griech.), Arzeneibereiter,Apotheker. — pharmaceutik. Phar-macie. die Apocdekerknnst, Lehre oon Zu-bereitung der Arzeneien. Pharmacie,bisweilen auch: Apotheke — wie Phar-maceut». — pharmaceutisch, i» dieApotheke, k,inst, znr Arzeneibereitung gehö-rig. — pharmakochemie, arzeneilicheScheidekunst. — pharmakodynamik.Nrzeneikraftlehre. — Pharmakologie,Arzeneikunde, Arzeneilehre. — pharma-kologisch, was zu dieser Lehre gehört-— Pharmakopoea, Pharmakopoiel. die Kunst Arzeneien z» bereite»; 2. einBuch das von dieser Kunst handelt, ei»Apothekerbuch. Dispensatorium. — Phar-makotheke, HanS- und Reiseapotheke;kleine Sammlung verschiedener einfacherArzeneimitiel, die man auf Nokhsalle be-ständig im Hanse hat oder anf Reisen mit-inmmt. — pharmacum, Pharmako».ein Arzenei,»,itel.

pharus, pharos sgriech.), Lencht-thiirm, ein an den Seeküsten oder bei einemHafen aufgeführter hoher Thurm, auf wel-chem des RachtS ein Feuer unterhaltenwird, damit die Schiffe in der Ferne ihre»Lauf darnach richten können. (Siehe Ka-nal.)

pharynx (griech ), Schlnnd; Anfangder Speiseröhre. — Pharpllgospas-mus, Schlnndkrampf. — pharyngo-tomie, Schlnndschnitt.

Phase» sgriech.>, Lichkabwechselungen,die veränderlichen Gestalten der Planeten,welche von ihrer verschiedenen Beleuchtungdurch die Sonne herrühre»; daher sie dem

Philemon und Bciucis. 391

Auge bald rund, bald sichelförmig erschei-nen. Z. B- M o »d pb a se n, die abwech-selnde» Gestalten der erleuchteten Mond-scheibe.

phatne und Phatilio», Zahnhöhle.

Phelloplasiik tgriech.). Korkbildnerei,die Kunst, die architektonischen Werk« inverkleinerte» Nachbildungen in geschnitztemKolk darzustellen. So spricht man vonph el l o pl a sti sch eu Werken.

phengit, GlaSstein, durchsichtigerMarmor.

Pheilttophobie (griech.). Glanzschen.Abscheu vor glänzend bellen Gegenständenbei Wasserscheuen.

pheugydros (griech.), ein Wasser-scheuer.

Philadelphie (griech.). Bruderliebe,Nächstenliebe. — philadclphische Ge-sellschaft, li» England und Schweden),eine solche, welche Wohlthätigkeit znmZwecke hak.

philaleth (griech.). ein WahrheitS-frennd. — philalethie, Wahrheitsliebe.

philandrie sgriech.), Männerliebe.

Philanthrop griech.). ein Menschen-freund. — Philanthropie, Menschen-liebe, Menschenfreundlichkeit. — philanrthropin, eine freisinnige, menscheiifrcnnd-liche, die Jugend schonend behandelndeErziehungsanstalt, wie einst Basedowseine Anstalt nannte. — Philanthro-pismus , Philanthropinismus , dasanf liberale Maximen gegründete pädago-gische System, nach welchem das Kind sichfrei entwickeln, zuerst an Gegenständen dersinnlichen Anschauung üben, und allmähligzum körperlich und geistig gesunden. ge-wandten, in mancherlei Wissenschaften orien-täten, brauchbaren und guten Menschenheranreife» soll; nach welchem man dane-ben der Jugend alles leicht und angenehmzu mache» sucht. — philanthropisch,mensche,iliebend, menschenfrenndlich.

philautie griech), >- Selbstliebe,Eigenliebe, Eigendünkel, Egoismus; 2.erlaubte Selbstliebe, von den Pflichten ge-gen Andere gehörig beschränkte Neigungzur Glückseligkeit.

Philemon lind Baucis, ein wegenGastfceundlichkeit von Jupiter belohntesund bis inS hohe Alter in treuer Liebeverbundenes Ehepaar in Phrygien.