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J.C. Schweizer's Fremdwörterbuch : zur Erklärung fremder Wörter und Redensarten, besonders in Bezug auf Alterthumskunde, Geschichte, Medizin, Rechtswissenschaft und Technologie
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poliren.

poliren (lat.), 1. glatte», glänzendmachen, die Rauheiten auf der Oberflächeder Körper so niederdrücken, daß die Kör-per glatt und blank erscheinen; im Gegen-satze von Schleifen oder Zeile», wodurchdie Rauheiten binweggeschnitte» oder bin-weggerieben werde»; 2. feine Sittennnd Manieren beibringen, verfeinern. —polirt, >. geschliffen, ausgefeilt; 2. dös-lich. fein von Sitten. — vollteffe,Höflichkeit. Feinheit. — Politur. >.Glätte. Ausfeilnng, Glanz; 2. Feinheit,Artigkeit.

poliorcetes, poliorketes (griech.),der Stadkebezwinger. — poliorcetik,Belageriingsknnde.

polisson (franz.), ein Gassenbube; Zo-tenreißer. — polissonnerie, Ungezogen-heit; Zokenreißerei.

Polite, Zettel, besonders 57andlungs-zettel.

Politik (griech.). l. Staatswiffenschafk,Staatskunst; 2. die Klugheit, in so fernste stch im Umgänge mit andern Menschenäußert, Weliklnghcit; auch List, Schlau-heit. — politika. Gegenstände, welchein die Staatswissenschaft oder Staatsknnsteinschlage», Staatssachen, Staatsangele-genheiten. — Politikaster, ein politischerKannengießec. der über Staatssachen ohnegenügsame nnd richtige Kenntnisse schwatzt.

— Politiker, politicus, 1. einer derstch der Staatswissenlchaft widmet; 2. derstaaks - oder weltklng« Mann, Schlan-kopf. — politisch, t- staatswissenschaft-lich, staatsklng; 2. bürgerlich, z. B- po-litische Siechte, bürgerliche Siechte;politische Verfassung, bürgerlicheVerfassung; Z. klug, listig, schlau, verschla-gen. — politische Geographie , steheGeographie. — politisches Gleich-gewicht. diejenige Veriheilung der Machtunter den Staaten , welche verhindert, daßkein Staat den andern unterdrücken kann.

— politistre», über Staatssachen spre-chen, kannegießern.

politze» lvon poliren), bei den Gold-arbeitern , eine Sacke vor dem Polirenmit Präger oder Bimsstein schleifen, glattreibe».— Das politzeil, Glanzschleife».

polizey, stehe Policei-

pollicitation (lat.), einseitiges Ver-sprechen.

Polyeder. 405

Pollution llat., eigentl. Befleckung),unwillkürliche - nächtliche; Samenergießniig.pollux, stehe Castor-Polonaise, Polonaise lfranz. sprich:Polonäs'), t. ein polnischer Tanz, unddessen Tonweise im ss/i Takt; 2. ein wei-ter Zrauenzimmer-Pelzmantel.

poltroN (franz. V. lat. poillce tr»u-co«), eine Memme, ein feiger Mensch;ein Zungenheld. — poltronnerie , Feig-heit. Verzagtheit; Prahlerei ohne Muth,Mnndfechterei.

Polyadclphia (griech.), vielbrüderigePflanzen mit Zwitterblumen, deren Staub-fäden Bündel bilden.

polyämie (griech.), Vollblütigkeit.polyandrie tgriech ), Vielmännerei,eheliche Verbindung mit niedrer» Männer».— polyandrien, Pflanzen, deren Blü-theil viele auf dem Kelche stehende Staub-fäden haben; vielmännerige Pflanzen.

polyanthea (griech.), Blumensamm-lung. Blnminlese (Schriftstellensammlung).

polyarchie (griech.). die HerrschaftVieler, sie sei Aristokratie oder Demokra-tie. im Gegensatze der Monarchie.

Polyautographie (griech.), 1. Hand-schrifke» > Vervielfäliigung ; 2. Vervielfäl-lignngskiinst von Zeichnungen.

polyblennie (griech.), Verschleimung.polycholie (griech.), Gallenanhäufung.polychord (griech.), ei» vielsaiiigeSJiistrument.

polychrest (griech.), was zu vielerleinützlich oder braiichbar ist; daher pol)?»chrest-pillen, d. h. solche, die für ver-schiedene Uebel dienlich sei» sollen.

polychrom (griech.), Phosphorblei-erz. phosphorsanres Blei.polychromisch, polychromatisch

(griech.), vielfarbig.

polychronisch (griech.), langedauernd.

Polyeder, polyedrum (griech.),t. ein Bielflach, ei» von vielen Fläche» ein-geschlossener Körper; 2. besonders Siaute»-glas; ein vieleckig geschliffenes Glas, wel-ches die Sache, die man dadurch sieht,so vielmal vervielfältigt, als Ranken dar-auf geschliffen sind- — polyedrisch ,vielseitig, vieleckig, rautig.