406 polygaüiktisch.
polygrilaktisch (griech.), milchreich.
Polygamie (aciech.), mehrfache Ehe,Vielweiberei, die Berbiiikung eines Man-nes mik mehrern Weibern; zuweilen aucheines Weibes mit mehrern Männern. —polygamisch, vielgattig. — Polyga-mien , Gewächse mit vermengten Geschlech-tern, d. h. mit Zwitterblnmcn und ander»getrennten maiiiilichen und weiblichen Blu-men; vieleheliche Pflanzen.
Polyglotte lgriech-i, ei» in mehrernSprachen geschriebenes Buch, besonderseine Bibel. Daher sagt man auch: Po-lyglotten-^ihel. — polyglotten-ile-xiko» , ein Wörterbuch in vielen Sprachen.
Polygon (griech-), ei» Vieleck, jedemehr als viereckige Figur. — polygo-»isch, vieleckig.
Polygonie (griech.), große Zcngniigs-fähigkeit,
Polygraph (griech.), l. ei» Bielschrei-der, ein Gelehrter, der viele Schriftenverfaßt; 2. ei» Werkzeng, um etwas mehr-fach in Einem Male zu schreiben. — Po-lygraphie, Vielschreiberei, (siehe auchPolyplasiasnius).
polygynie (griech.), Vielweiberei.—polygynien, vieliveiberige Pflanze», mitvielen Etaubwegcn,
polyhidrie (griech.), das z» starkeSchivitzeii.
Polyhistor (griech,), einer, der vieleWissenschaften versteht; ein Vielwisser; oftauch in spöttischem oder radelndem Sinne.— polyhistorie, Vielwifferei, großeBelesendeir.
polyhymnia oderpolyinnia (gr.).eine der neun Musen; die Muse des lyri-sche» Gesanges.
polymathie (griech.), das Bielwis-seii, die Kenntiuß vieler Sache», Vielge-lahrtheit-
polymetcr (griech.), Vielfnß, Streck-Vers.
polymorphisch (griech.), vielgestaltig.
Polynesien (griech.), Name des fiinf-ten WelttheilS, Inselwelt, wegen derMenge von Inseln, »voraus er besteht; erheißt auch Australien und Sndiiidie».
polynomisch (griech.), vielgliedrig,vieltheilig.
Polypkoton.
polyonym (griech.), vielnamig.
Polyopter (gr.). VervielfaltigungS-glas. ei» auf beiden Seiten ebenes Glas,in welches aber auf der eine» Seite einigeHöhlungen geschliffen find. Man steht da-durch jeden Gegenstand so vielmal. alsHöhlungen eingeschliffe» sind, verkleinert.
Polyp, polyvus (griech ), l. Viel-fuß, ei» Pflanzenrkier, ein Geschöpf, dastheils zum Thier-, theils zum Pflanzenreiche §gehört, steh »n Wasser aufhält, «ine» wei-ehe» und sehleimigen Stamm hat, steh durchTheilung vervielfältigt; 2. ein Fleischge-wachs im menschlichen Körper, welchesnach Art der Polypen wachst, und amHerzen, in der Nase, im Schlunde oderan ander» Theilen seine» Sitz hat. —polyparium, Polypengehanse.
Polypadie (griech.), Vielkinderci.
polypetal (griech.), beißt eine Blumeoder Blüthe, wenn sie mehr als sechsBlätter hat-
Polyph-ig (griech.), Vielesser, Viel-fraß. — Polyphagie, Bielesserei, Ge-fräßigkeit.
Polyphtirmricum (griech.), >. ei» iaus viele» Theilen o-er Ingredienzien zu.fammengesetzteS Arzeneimiikel; 2. ein viel-fach nützliches Heilmittel-
Polyphem. der berühmteste unter deneinäugige» menscheiifressenden Riesen, wel-che Cyklopen hießen. (Siehe diesesWort.)
polyphomsch (griech.), vielstimmig.
Polyplrisinomus (griech->. Verviel-falkigungökiinst, die Kunst, Zeichnungenoder Oelgemalde so oft abzudrucken, alsman will, von dem Engländer Booth imJahr >785 erfunden; auch polygra-phische Kunst genannt. — Vgl. poly-»utographie.
Polypolium (griech.), das Gegen-theil von Monopol, nämlich: Vielver-kaiif, Erlaubniß, daß Viele die nämlicheWaare feil haben.
Polypragiimtl'ker (griech.), ein Viel-beschäftigter. Uedergefchafuger Allgeschaf-tiger. — Polyprokziiiosyiie, Vielge-schaftigkeit, Lieilhuerei.
Polyp-era (griech-1, Vielflügler.
Polyptoto» (griech.), die häufige