Porte-Chaise.
Porte-Lchaise (franz. sprich: Port'-Schähs). eine Sänfte, Tragsessel. —Porte-trayon (sprich: Port'-Ggrä.jong), Facbenstift-Fiikteral. — porte-Dicu (sprich: Pork'-Diöh), katholi-scher Priester, der die geweihte Hostie zumKranken trägt. — porte-epee, ein De-gengebenk, Degenquaste. — Portefeuille(sprich: Porteföhlj'), 1. eine Brief,oder Schrifttasche. — Bei Kaufleuten auchdie Mappe, worin die Wechsel und StaatS-papiere aufbewahrt werde». 2. Eine Zeich,nungStafche, oder die i» der Tasche einesMalers enthaltenen Zeichnungen. Z. WenneS heißt: der Ehrgeizige trachte nach einemPorte-feuille, so ist darunter eineMinisterstelle zu verstehe».
portentuin (lat. >, t. Mißgestalt,Mißgeburt, Ungeheuer; 2. überhaupt etwas,daS eine Vorbedeutung giebt. — porten»tos, l- wunderbar, unnatürlich, u »glaub-lich; 2. vorbedeutend.
Porter, starkes englisches Bier, Stark,bier, Hopsenbier, bitteres, dunkelbraunesBier. Vergl. Ale.
porteur tfranz. sprich: Porköhr),t. ei» Sänftenträger; 2. Vorzeiger oderDarsteller eines Wechsels, Pcäsentant. —a» por:-»^ (bei Wechseln), dem Vorzei-ger, Inhaber zahlbar; auf den Inhaberlautend.
porticus (lat.), Säulenhalle, Sau-lengang.
Portier (franz. sprich: Portjeh),Pförtner, Thürhüter, Thürsteher. — Por-tiere (sprich: Portiäbr'), 1. Vorhangvor den Thüren der StaatSzimmer; 2.die Thüre oder der Schlag an einer Kutsche.
Portion (lat.), t. Theil, Antheil; 2.der tägliche Bedarf oder Mundtheil einesSoldaten an Lebensmitteln; Z. ErbschaftS-Ankheil. — porijo,'i.i, der landes-üblich, durch Gesetze bestimmte Theil, wel-chen ein Ehegatte aus der VerlassenschafkdeS andern bekommt, der Witwen-Pflicht-theil.
Portiren (lat. poria,-«), 1. tragen ;2. unterstützen. — sich für jemandportire», einem gewogen sein, ihm hel-fen, sich für ihn verwende». — portirt,gewogen, geneigt, zu Jemandes Beste»gesinnt.
portiuncula flat.), Theilche», beson-
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ders von dem zu Essenden, Bißchen. —Portiuneula-Ablnsi, einer der großenjährliche» Ablasse der Katholiken ; von Por-ti» »cnla, einer auf einem kleine» Feldebei Asstss stehenden, dem heil. Zcanciscusgeweihte» Kirche, wohin den 2. Augustgewallfahrket wird. Diesem Tage war inde» ältern Kalender» das Wort ?orilun-c»l» beigesetzt, welches anzeigte, daß mannur wenig esse» sollte. Man machte darauseine Heilige, deren Fest an diesem Tagegefeiert und dabei Ablaß ertheilt wird.
Porto (ital. Tragloh»), Briefgeld,Botenlohn, Postgeld. — Porto -frei,porlo-fiauso (ital.) , traue äs poi l (franz.) .frei von der an die Post zu zahlende»Gebühr.
porto-franco (ital ), ei» Freihafen.— porto-morto, ein todter Hafen, inwelchen den Kauffahrern einzulaufen ver-boten ist.
portorico <spa».), 1. Name einerspanischen Insel in Westindie»; 2. Namedes daher kommenden Rauchtabacks.
Portrait (franz.), 1. ei» gemaltesBildniß eines Menschen, Gemälde, beson-ders Brustbild; 2. Abbildung, Beschrei-bung , Vorstellung einer Sache. — por-traitiren, abbilde», abmalen, Portraikeverfertigen. — Portraitist, Bildnißma,ler (Portraitmaler).
portugaieser, portugiesische Gold-münze, 20 Thaler haltend.
Portulak, das Burzelkraut, das alsSalat gegessen wird.
portüla» (franz.), das Gradbnch,welches die Lage der Küsten und Seehäfenangibt.
portuinnus (portunus), der näm-liche Gott. der bei de» Grieche» palä-M0I1 hieß, der Beschützer der Seehäfen.
Porzellan, Porcellan , eine im Feuerhalb verglaset«, aus sehr reinem, schwer-flüssigem , weißem Thone, Kiesel oder Quarzund etwas Gips bestehende Masse, welchemilchweiß, halb durchsichtig, sehr hart,fein, dicht, und im Bruche glasartig ist;daS schönste unter allen Producie» derTöpferkunst, woraus kostbare Gefäße allerArt verfertigt werde». Vorzüglich berühmtist das Chinesische, Japanische undMeißner Porzellan.