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J.C. Schweizer's Fremdwörterbuch : zur Erklärung fremder Wörter und Redensarten, besonders in Bezug auf Alterthumskunde, Geschichte, Medizin, Rechtswissenschaft und Technologie
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436 Pyrvphag.

für den vorzüglichsten gehalten; seither ister durch Instrumente mit Metallen ver-drängt worden. — Pyrometrie, dieKunst oder Wissenschaft, die Grade derWärme des ZeuerS zu messen.

Pyrophag (griech. >, (vorgeblicher)Zeuerfresser, Fsuerverschliuger. — Pyro-phct» , ein Opal, welcher durch Einsau-gung von geschmolzenem Wachs durchsich-tig wird.

Pyrophor (gr.), Lttftzüttder. Selbst-zünder. So nennt man eine chemische,aus Alaun und Kohlenstaub bestehende Mi-schung , welche sich an der freien, besondersfeuchten Luft von selbst entzündet und einenSchwefelgeruch verbreitet. Eben diesen Na-men führt ei» mit Phosphor angefülltesBüchschen, welcher, sobald es geöffnet unddadurch der Luft inwendig ausgesetzt wird,sich entzündet.

pyrofle» pyrosts (griech.), t.dasSodbrennen, 2. brennende GesichtSröthe.

Pyrotechnik, Pyrotechnik (griech.).Fenerweckerfunst, die Jeuerwerkerei. — py-rotechnisch, 1. zur Fenerwerkerknnst ge-hörig; 2. sich auf die Mittel beziehend,einem Lande in Rücksicht auf die Brenn-Materialie» Vortheile zu verschaffe».

Pyrotelegrcrph (griech.), Fernbraud-schrelber; besser Pyroteleskop , Fern-brandschauer, eine Vorrichtung anf Thür-men, um bei Nacht die Gegend und dieEntfernung eines Brandes genau und baldzu bestimmen, von D. Pansnec i» Jenaim Jahre 1802 erfunden.

pyrrhyche (griech.), kräftiger Tanzder alte» Spartaner.

pyrrhichius (griech.), ein Versfuß

von zwei kurzen Silben, z.L.

pyrrhonismus (griech.), Zweifel-sucht; nach dem griechischen PhilosophenPyrrho, der lehrte, man müsse an allemzweifeln. um die Wahrheit z» erforsche».— pyrrhoniancr» Zweifler. — pyxx,höllisch, zweifelsüchtig.

pythcigorns, ein berühmter Weiserdes griechischen Alterthums, der im fünf.ten und sechsten Jahrhundert vor ChristiGeburt lebte, welcher behauptete, Alles inder Natur gleiche Zahlen und Zahlenvec-hältnissen, und die Seelenwanderung lehrte.

Quadernario.

Da seine Schüler ihm fünf t wenigstenszwei) Jahre stillschweigend zuhören mußten,so bedeutet: pythagoräisches Still-schweigen beobachten: sehr verschwie-gen sei». — pythagoräische Rechen-tafel , ist das bekannte Einmal Eins, ineine viereckige Tafel eingeschlossen. SieheMacus- — pythagoräischer Lehr-satz, der von Pythagoras zuerst aufgestellteSatz von derjenigen Eigenschaft des recht,winklichten Dreiecks, vermöge welcher dasQuadrat der größten Seite (Hypotenuse)so groß ist, als die Quadrate der beidenübrige» Seiten (Katheten) zusammengenom-men ; man nennt diese» Lehrsatz auch !>!»-

pythia (griech.), die jedesmalige Prie-sterin des Apollo zu Delphi. die auf demgoldene» Dreifüße saß und Orakelspcücheertheilte. — pythische Spiele, gym-uastische und musikalische Spiele und Wett-streite, welche dem Apollo zu Ehren inDelphi alle fünf Jahre gefeiert wurden.Kampfrichter waren die Amphiktyonen; derPreis bestand in einem Eichen- oder Lor-beerkranze. — Python» ein furchtbarerDrache, welchen Apollo bei Delphi erlegte,und wodurch er sich den Beinamen desPythische» - oder Pythonbezwiugers erwarb.— pythoniffa, weissagende Priestern,,Wahrsagerin.

pyxis (griech.), ein Gefäß, in wel-chem die Katholiken die geweihte Hostieaufbewahren.— kyicis »«»!>>:», (griech. u.lat.). Schiffsbüchse, d. h. Schiff- oderSee-Compaß.

Q.

s>u-llat.), als, insofern, kraft, z.B.gua Landesherr, d. h. als Landesherr-(Quacqueri (ital.), 1. eigentlichQuä-ker; 2. maskirte Personen während desrömischen CarnevalS, in altfränkischer Klei-dung und Perücke, mit Pausbacken, klei-nen Augen, welche Stutzer spielen, undmit Leichtigkeit bin und her hüpfen. (SieheGüthe's röm. Cacneval.)

(puader, ein viereckig zugehauenerStein.

(pucrderiiiirio (ital.), vierzeilige Stro-phe des Sonettes.