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Stil.
Stola.
Narbe, oder sei es ein eingebranntes Zei>chen auf dem Rücken oder der Stirne vonVerbrechern; 2. in der Naturgeschichte be-zieht sich dieses Wort bald auf kleinePunkte, z. B. an Insekte», bald aus denStoubweg der Pflanzen. Das weiblicheBefruchtiingSwerkzeug in den Blüthe» be-steht nämlich 1. aus dem Eier stocki-lu,»), oder Fruchtknoten (g-> »»,„), 2.dem Griffel (iiilur), und Z. der Narbe(rilg,»-). — sisgmatlsrren. >- miteinem Brandmal bezeichne», brandmarke»;punkilren; 2. „»eigentlich: verleumden. —Stigmcrtographie, Tüpfelstchreiberei. —Stigmatoyrapd - Tüpfelschreiber. —Stigmeologie, Accenluation, Tonbe-zeichnung.
Stil, Styl (griech.), l. Schreibart,Ausdruck, Darstellungsiveise im Schreiben;z. B- er hak einen guten Styl, er schreibtgut. drückt sich schriftlich gut aus, bedientsich mit Gewandtheit der angemessenstenAusdrücke und Wendungen; 2. in denschönen Künste» : Darstellungsweisc; be-sonders naturgemäße. unverkunstelte Dar-stellungsform , glückliche Anlage und Zu-sammensetzung, z. B- in der Musik, Ma-lerei u. k. >v.; Z. die Zeitrechnung -i. „achdem Jnlianischen Kalender, d. b. deralte Styl, waS gewöhnlich durch a. St.bezeichnet wird; l>. »ach dem Gregoriani-schen Kalender, d. h. der neue Stylt siehe Iul. R. und Grey. R > ; t.Gewobnheik, Gebrauch. — Stylus isu-rici, siehe Lurinl, Stpl. — siyslsi'ren, eine Schrift so und so abfassen, ein-kleiden; gut stylifirt, gut abgefaßt, inreiner Schreibart dargestellt. — Stylist,ein Schriftsteller in Hinsicht feiner Schreib-art beurtheilt, z. B- ein guter Sty-list. einer, der in der guten Schreibartgeübt ist, den gute» Ausdruck in seinerGewalt hat. — Stilistik, Kunst einerguten Schreibart, eines guten Ausdrncks. —stylt sijsch, auf die Schreibart bezüglich.
Stilet (ital.), «in (kleiner) Dolch.
Stillicidium llat.>, in der Rechls-sprache, das Tranfrechk; die Dachtraufe.
Stimulenitici llat.), Reizmittel. —Stimulatio», Reizung. — sil'multren,reizen, anspornen. — Stimulus, Reiz,Sporn. Antrieb.
Stipendium (lat), >. bei den Rö-mern, die Löhnung der Soldaten; 2. ein
zur Unterstützung junger Stndirender ge-stiftetes Jahrgeld. — Stipendiat. dervon einer Stiftung Geld oder Unterhaltbezieht.
-tipul.Ua M.1NU (lat.), mit Handschlag(z. B. versprechen). — Stipulatio» ,Festsetzung. Bestimmung. Verabredung.bestimmte Abrede. — slipuliren, bestim-men. festsetzen, verabreden, bedingen. —Stipulant, Bedingec, Festsetzer, deretwas zusagt.
Stock (griech.), eine öffentliche Sau-lendalle im alten Albe», die der PhilosophZeno zu seinen Unterredungen und Lehr-vortragen benutzte, daher die von ihm ge-stiftete philosophische Schule die stoischehieß. — Stoicismus, >. die Lehre derStoiker; 2. Gleichmuts). Etandhaftigkeit,Uneiupsindlichkeit gegen Uebel. Schmerzen.— Stoiker- altgriechische Philosoihrn,die, gleichwie ihr Lehrer Zeno, einfach undstreng lebten, und das höchste Gut in Gleich,gültigkeit gegen Schmerz und gleichmüthigeErduldnng des Unrechts setzte».— stoisch,der Lehre der Stoiker gemäß, unempfind-lich standhaft, gelassen.
siochcistisch (griech.), muthmaßlich,wahrscheinlich.
Stöchiometrie (griech.). Grundstoff-Meßkunst, Meßkunst chemischer Element«;Lehre von dem Verhältnisse der chemische»Grundstoffe. — siöchlometrisch. wasauf diese Lehre Bezug hat. — Stochiorlogie, Urstofflehre-
Stocks, in England die in Umlaufbefindlichen Staatsschuldscheine; sodann auchActie» (s. dieses Wort). — Stock»jobber »sprich: S lock sch o b b e r > - Ac-tienwucherer. Dieser Wucher (Stocks-jobbery) bezieht sich eigentlich nicht aufden Kauf und Verkauf von Staatspapicreuselbst, solider» es handelt sich nur um dieCurs-Differe»z, die sich zwischendrinTage, wo ein scheinbarer Handel geschlossenwird, und demjenigen, an welchem er er-füllt werden soll, ergibt. Der sogenannteVerkäufer muß also nicht einmal Staats-papiere besitzen, er sticht nur aus ihremzufälligen Werthe Vortheil zu ziehen.
Stolu . Stole s lat. nach dem Griech.),ein langes bis auf die Füße reichendes Ober-kleid der römischen Frauenzimmer spatererZeit; 2. bei den Katholiken, eine lang«.