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J.C. Schweizer's Fremdwörterbuch : zur Erklärung fremder Wörter und Redensarten, besonders in Bezug auf Alterthumskunde, Geschichte, Medizin, Rechtswissenschaft und Technologie
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526 Tartane.

Tartane, «in kleines leichtes Fahrzeugauf dem Mitkelmeere.

Tartarus (griech. 1, 1. iu der alte»Fabellchre, das Todtenreich, das Schatten-reich; besonders auch der Ort in der Unter-welt, wo die Verdammten sich befanden,die Hölle svergl. (Drcus); 2- bei de»Aerzte», Weinstein. — 't'.>rt»>?>i, <tepu>-L-luL, gereinigter Weinstein. — l'.ii-l-,»,eineticu« , Brechweinstein. — tlreinon tar->-r> , aufgelöster, gesäuberter Weinstein-

— tartarisiren. Mit Weinstein reinigen.

— Tartaritc, Tartrate. Tartrite,weinsteinsanr« Salze.

Tartüsse. Tartüfe, ein berühmtesLustspiel von Molibre, worin «i» Schein-heiliger. mit Namen T a r tü ffe, die Haupt-rolle spielt. Daher beißt ei» Heuchler. eiuScheinheiliger ein Tactüffe. — Tar-tüfferie, Tartüffismus, Scheinheilig-teil, Heuchelei. — tartüfiren . tartüf«sisiren, heucheln, ein scheinheiliger Böse-ivicht fein.

Tastatur, Gekäst«, das gesummte Griff-werf an Klaviere», Orgel» u. s. f., alleTasten zusammen genommen. — Taste,Tasie» , an den Orgeln, Klaviere» »ndähnlichen Instrumenten diejenigen Theile,worauf man unmittelbar mit den Fingernschlagt, die ElaveS. — Tast«, Taste-,Taster-Zirkel, Zirkel mit krumme»Füßen, zur Messung eines erhabene» undbauchige» Körpers. Bogenzirkel, Kriimm-zirkel. — >-.,><> »olo (ital.). Andeutung,daß die Noten bloß im Basse, ohne eineandere Begleitung, angeschlagen werdensollen.

tatc-imire» lsrauz.), tappen, mit za-gender, unsicherer Hand arbeite» svo»Malern).

tattorviren , tattorviren , allerleiZeichnungen und Figuren mit bunten »»-verlöschdaren Farben der Haut einprägen,den Leib punktiren, wie niebrere ivildeVölker in Amerika und in andern Welk-theilen theils zur Verschönerung, theils zurBezeichnung einer höher» Wurde thun.

Taurille» < Taurobolie»), Stier-opfer, Stieropferspiele.

Taurocolla 's griech. ), Etierleim sausFüße», Nerven, Ohren), der best« Tbierleim.

Tauromachie (griech.), Kunst mitStieren zu fechten, Stierkampf.

Technematothek.

Tautacisinus (griech.), in der Rede-kunst, fehlerhafter Gleichlaut mehrerer Eil-den. Wörter.

tautochronifch (griech.), einerlei mitisochron isch, gleichdanernd.

Tautogramm (griech ), ein Gedicht,ivocin alle Verse mit dem gleiche» Buch.stade» anfangen.

Tautologie (griech.), die fehlerhafteBezeichnung eines Begriffes durch mehrereAusdrucke, welche ganz dasselbe sagen,oder die Zusammenstellung solcher Ausdrucke,wodurch der Begriff nur »»nöthig wieder-holt wird; Wortschwall: z. B. er zeigtesich entschlossen, mnthig und tapfer. —tautologisch, gleichbedeutend, von Wort-verschwendung zeugend, linnntze Wieder-holungen. Anhäufung von Synonymenenthaltend.

tavelire» , in der Malerei, tupfen,stecken, sprengeln.

Taverne, sieb« Taberne-

Tavoletta. Tavolezza (ital)., Zar-benbrek. Dergl. Palette.

Taxation llat.s, die Schätzung Werth,bestlmmung, Würdigung. — Taxator,derSchatzer-— Taxatui», daSGeschatzt«.— Taxe, >. der <vo» der Obrigkeit! be-stimmte Preis, die Schätzung; Anschlageiner Sache; 2. Auflage, Abgabe nochdem bestimmte» Guterioerth. — taxire»,den Preis oder Werth bestimmen, anschla-ge», schätzen.

Taxidermie (griech). Kunst, Tbiereauszustopfen.

Taxis (griech.), 1. Anordnung Stel-lung, Schlachtordnung; 2. Wieder»»-richkuug eines Bruches. — Taxiologie,Ordnungslehre, AnordniingSlehre.

Taxus (griech.), Libenbaum, Eibe.

TaZettc», «in« Art Narzisse».

Tecedon (griech.), Schwindsucht.

Tectinematottzek (griech.) , Kunst-kammer. Kunstkabinei. — Technik, Künst-le!»,'«, Kunstcegellehre, Ku»stmaß>gk»k;Kunstwörterlehre; auch Gewandtheit, arg«Fertigkeit, Handgriffe- — Bisweilen wirdTechnicisnius dem Mechanismusentgegengesetzt, um daS höhere Kuustver-fahren zu bezeichnen. — technisch, kiinst-maßig, kunstgerecht, die Künste betreffend-