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J.C. Schweizer's Fremdwörterbuch : zur Erklärung fremder Wörter und Redensarten, besonders in Bezug auf Alterthumskunde, Geschichte, Medizin, Rechtswissenschaft und Technologie
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Tenaille.

Telyn.

gewisse» Bestandtheilen der Erde, beson-ders gewisse» Metalle» , angezogen wird ;Magnetismus.

Telyn, die Leier der Barde» lder ehe-malige» nordischen Sauger).

temerär (franz.), verwegen, frech,tollkühn. — temero ( lat.), unbesonnen. —Temerität, Unbesonnenheit, Unbedacht-samkeit; Verwegenheit, Vermessenheit.

Temoncticuili. Deichselgelv.

Te»»pe l griech.), eine reizende Ge-gend, gleich derjenige» deS TheffalischenThales zwischen den Bergen Ossa undOlymp.

')

Tempern (ital.), eigentlich jede Flüs-sigkeit, ivomit der Maler die trockenen Far-ben anfeuchtet, Mischmitiel. Sodann be-ziehe» sich die Ausdrücke: Tempera-Malerei, Tempera-Bilder, aus dievon der verbesserten Oelmalerei in Italienvon der Mitte des dreizehnten Jahrdnndertsbis gegen Ende des fünfzehnten herrschendeMamer, bei welcher die Farben entwedermir Eigelb und der Milch junger Zeigen-sprossen, oder, wie Andere behaupten,Leim von gekochten Pergamentschnitzel» ge-mischt wurden.

Temper»mt»t (lat.), die natürliche(ehemals von der Säftemischung hergeleitete)Gemüthsslimmnng, die eigenthümliche Ge-müthsart. das Naturell: im engern Sinne,lebhafte Sinnlichkeit, Hang zur Wollust:viel Temperament haben- — Ge.wohnlich nimmt man vier Temperamentean: das so n gu i n i sch e, ch o l e r i sch e,phlegmatische und melancholische.(Siebe diese Wörter.) — Tempera-mentsfehler . ein aus dem Tempera-ment entstehender Fehler — Tempe-ra,iz, Mäßigung, Mäßigkeit. — Tem-peratur, 1- Beschaffenheit der Luft,je nachdem sie warm oder kalt ist,der Wärmegrad der Luft; 2. Mäßigung,Milderung; Z. rechte Vermischung der Me-talle; 4. in der Musik, Abweichung vonder höchste» Reinheit der Töne. — tem-

') Tempelherren, Tempelritter,Templer, ehemals geistliche Ritter, derenOrden zur Befreiung deS Tempels zu Jerusa-lem aus den Händen der Ungläubigen zu An-fang des zwölften Jahrhunderts gestiftet, zuAnfang deS vierzebnlen Jahrhundert« aber mitVerfolgung und Ausrottung der OrdenSgliedcrwieder aufgehoben wurde.

perire», mäßigen, gelinder machen;allmalig erhitzen. — temperirt, gemä-ßigt. — Temperirpulver, Linderungs-pulver. — Tempera»«, Mehrheit Tcm-peraiitie», Kühlmittel.

Tempesr (lat. Iemp-Si.i. 1 ), t. See-sturm; 2. ein Gemälde, das einen See-sturm darstellt. Mehch. Tempesias. —ten>pe,-ito»o (ital.) (Musik), stürmisch,ungestüm. — tempesilv l lat. >, zu rechterZeit. — tempiren, Frist bestimme». —Tempirung, Frist.

'l'e»>pöle (franz. sprich: Tangpat'),t. Sturm; 2. ein rascher Tanz.

tempi pak-iatl (ital.), vergangene (glück-liche ) Zeiten.

Tempo (ital.), >. die rechte Zeit,dasZeitmaß in der Musik, Tanzkunst n. s. w.;2. abgemessener Handgriff oder Bewegungin der Kriegskunst. — t-,»p" giusto tspr.:dschnsto), richtiges Zeitmaß ; angemessene

al iompo, genau nach dem Zeitmaße, Takte.Man kann sagen: ei» wohl tempiclesClavier.

Tempora (lat.), l. Zeiten, Wandel-zeiten, Zeitformen (Gramm-, die Mehrh.von leuipus); 2. Schlafe, die Seiieit-theile zwischen den Augen und Obren. —

Mir. die Zeiten ändern sich und wir än-dern uns mit ihnen. — Temporallen,die weltliche» Einkünfte oder Vortheile einesGeistliche». — temporär, temporell,was nur eine Zeit lang wahret; zeitlich,einstweilig. — temporifire», i- sichnach den Zeitumstänben richten, den Mantel»ach dem Winde richten; 2. verzögern,aufschieben, hinhalten. Daher Temvoci-sarion, Verzögerung, Verschiebung.

temulent (lat.), betrunken, taumelnd.— Tcmulcnz, Trunkenheit, Taumel.

teiiabel (franz. vom lat. lenei-e, halten),haltbar. — Tcnacitat (lat.), 1. Be<.harrlichkeit, festes Anhangen, Festhalten;2. Kargheit, Filzigkeit; 2. Zähigkeit. Dehn-barkeit der Metalle. — Tenatef, beiden Buchsetzern. ei» Werkzeug, die Schriftfest zu halten, der Schristhalter.

Te»aille (franz. sprich: Tenalje),1. Zange; 2. in der Kriegskunst. Zangen-schanze, Zangenwerk, Echeerenschanze. —Tciiniüon, Mondhorn, Scheerwerk im