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J.C. Schweizer's Fremdwörterbuch : zur Erklärung fremder Wörter und Redensarten, besonders in Bezug auf Alterthumskunde, Geschichte, Medizin, Rechtswissenschaft und Technologie
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534 Theorem.

Theorem sgriech.), ein Lehrsatz, ei»Satz, dessen Wahrheit erst erwiesen werdensoll. — theoretisch , was anf wissen-schaftlicher Kenntniß beruht, aber auf keineErfahrung gestützt ist; rein wissenschaftlich(dem praktischen entgegengesetzt). —Theorie, geistige Beschattung, Betrach-tung ; Einsicht in Bezug auf das Wesenund die Grundsätze einer Wissenschaft,Grundkennkuiß, wissenschaftliche Kenntniß,im Gegensatze der Praxis; bloße Wissen-schaft ohne Ausübung; Lebrbegriff. —Theorisi, Theoretiker, der eine Kunstoder Wissenschaft kennt, aber incht ausübt(dem Praktiker entgegengesetzt).

Theosovh sgriech-), ein Motlesweiser,d. h. ein Schwärmer, der sich einer ho-her» Erkenntniß des göttlichen Wesens rühmt,besonders ein Geisterseher. Zur einen Theo-sophen gilt z. B. Swedenborg. —Theosophie, die vermeintliche Gottes-weisheit, die eingebildet« ködere , anf über-natürlichem Wege zu erreichende Einsichtin die Natur des göttlichen Wesens, Geistcr-seherei- — theosophisch , schwärmerisch.

Thephilllin, siehe Tephillinr.

Therapeuten, die Glieder einer allenjüdischen Sorte, welche ein beschaulichesLeben führten. mithin eine Art Einsiedleroder Eremiten. Viele halten sie für einenZweig der Essäer. — Gewöhnlich bedeutetTherapeut (Therapeutiker !: Heil-kunstverständiger. ausübender Arzt. —Therapie, Therapeutik, Lehre vonHeilung der Krankheiten, Heilkunde, Heil-kunst. — therapeutisch, heilkundig.

Theriak slat. Nie,vom griech.rlwrio» , Thier), Gegengift wider den Bißgiftiger Thiere. — Therioma , bösarti-ges fressendes Geschwür, besonders Lnngen-geschwür.

Thermä, Thermen sgriech.), warmeBäder. — thermal, warme Quelle»oder Bäder betreffend.

Thermasiris sgriech.), Zahnzanze.

Thermidor s franz.) , der Wärmemo-»at , der eilfte im ehemaligen französischenRevolntionskalender, vom 22. Heumonatbis 22. Angstmonat.

thermelektrisch s griech.), die durchWärme entstandene Elektricität betreffend.

Thermogen (griech.), Wckrmestoff.

Thesis.

Thermo r isaiupe s griech.), Wärm-und Leuchtofen, künstlicher Ofe»/ welcherdas Zimmer zugleich erwärmt und erleuchtet.

Thermo-Magnetismus, Eigenschaftder Wärme, magnetische Erscheinungenhervorzubringen- (Vergl. Elektro-Mag-netismus- -

Thermometer (auch Thermoskop,griech.), Wärmemesser, ein Instrument,

^ durch welches die Veränderung der Wärmeund Kälie »ach Grade» bestimmt angegebenwird. Die zwei bekanntesten Thermo-meter - Arten sind der Sisau m »r' sch eund der Z ahrenheik'sch«. R san-nt nr l sprich: Reohmühr) bezeichnetden Gefrierpunkt mit Ü, und den Siedepunktmit 80 Grad; Fahrenheit hingegenjenen mit Z2 und diesen mit 212. DerUnterschied zwischen beiden ist also bloß der,daß bei dem einen der Raum in 80, bei demandern in <80 Grade getheilt wird. — ther-mometrisrh, auf die Messung des Wärme-grades sich beziehend-

Therinop)?Ien ein Engpaß in Grie-chenland, bei welchem dreihundert kacedä-monier nebst Andern, unter Leonidas,im Kampfe mit der überlegene» Machtder Perser sich aufopferten-

Thersltes sgriech.'. So hieß ein über.aus häßlicher Grieche unter den Belagerer»von Troja, Daher bezeichnet dieser Namejetzt noch im Allgemeinen einen äußersthäßliche», »»gestalten, widrige» Menschen.— thersitisch , häßlich.

Thesaurnrius llat. vom griech.), einSchatzmeister. — thesauriren, Schätzesammeln. - He.--»»--»;, Schatz. Verrath,Ueberstnß. — eeetc-twe, Kirchen-

schatz, nennt matt bei den Katholtken dieÜberflüssige» gute» Werke sopee.1 supeeero-g^>t°»i.t) (vergl. Gupererogations-Merke) der heiligen Jungfrau Maria,der Heiligen und aller Mönch« und Nonne»,welche de» Laie» zu gut kommen sollen.

Theseus sgriech.), einer der berühmte-sten Helden des griechische» Alterthums

s siebe Argonauten).

Thesis, These sgriech.), 1. ein Satz,de» man behauptet, vertheidigt, ei» Streit-satz; 2. in der Musik und Dichtkunst,Niederschlag, Senkung der Stimme desTones. Das Gegentheil heißt Arsis. —