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J.C. Schweizer's Fremdwörterbuch : zur Erklärung fremder Wörter und Redensarten, besonders in Bezug auf Alterthumskunde, Geschichte, Medizin, Rechtswissenschaft und Technologie
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SZ6

timid.

dritte Stand der Unterthanen, der alle diePersonen begriff, die weder zum Adel nochzur Geistlichkeit gehörten; Bürger- undBauernstand. — '«'wo, - p.iril, die ParteideS Bürger, und Bauernstandes i» derfranzösische» Deputirtenkammer.

titliid sfranz. i>,»>»«). schüchtern, furcht-sam, blöde. — Timidltät, Furchtsamkeit.— limoro,» <ital.>, schlichter», leise.

Timokratie lgriech.), Herrschaft derReichen, iven» die Gesetzt ein gewisses Ver-mögen festsetze», daS ein Bürger besitzenmuß. um eine öffentliche Stelle zu erhalten.

Timo» lgriech.>. ein Athener, zur Zeitdes pcloponnefischen KriegeS, den der U».dank seiner Mitbürger und das Silkeuver-derbeu seiner Zeit zu einem Menschenfeindmachte; daher man sich jetzt noch seinesNamenS bedient, um damit eine» Men-scheuseind, Menscheubaffer zu bezeichnen- —tl'i»o»lsch, menschenfeindlich.

Timpcmo (ital.), Pauke.

Ti'icturslat). 1. eine Flüsstgkeit ivelcheaus einem Stoffe die Kraft und Farbe aus-gezogen hat; 2. i» der Medicin , Krauter-aufguß, AuSzug, und zwar dünner; ii. dieFarbe, womit Wappenfelder und Wappen-figureu gefärbt werden; 4. Anfang, An-strich einer Wissenschaft oder Kunst. — eineTinctur von einer Missenschaft.einige, nicht tiefgehende, Kenntniß davonhabe». (Vgl- «„»,»,«.) — tiilgire»,eintunke», färbe»; Anstrich gebe».

cnpiiir (lat.). Grind, Kopfkratze.

Tiilkcil, die im Handel gebräuchlicheBenennung für den rode» Borar.

Tinte- in der Malerkunst, Farbe. Far-bengebung.

Tilito, spanischer rother Wein, vorzugS-weise der beste Alicantewei».

Tircik>e sfranz.), I. bei Redner» „iidDichtern ein Strom von Gedanken undEmpfindungen; meist in schlimmer Bede».tiing, Ausschweifung in Worte». Work-ichwall; 2. i» der Mufik. eine Art Läufer;Verzierung, wo die Stimme schnell undmächtig hinauf und hinabgeht, Schnelllanf.

Tiraillcur sfranz. sprich: Tirall-jöbr), ei» Planklec. einer, der einzelne,schnell auf einander folgende Schusse thut.— tirnillire», >. plänkeln, viele Schliff«nach einander thun; 2. Wechselreiterei trei-

Titulus, Titel.

beii. Wechsel hin und her trassiern, umsich Geld zu mache» und Geldverlegenheitzu verberge».

Tirciß (vom fraiiz. iir«>-, ziehen), einviereckiges Auggarn, um Wachteln. Reb-hühner. Schnepfe» und Lerchen zu sangen;Streichnetz. — tircissireii. mit demZiiggarur fangen.

Tire-balle (fran;.). Kugelzieher.

Tire-botte rfcanz.), Sliefelzieher, Stie-felkiiecht.

Tire'bsucho», 'r,re->>-»r>>on sfranz.sprich: T ir'b u sch o »g», Psropfzieher, Za-pseuzieher.

Tirestas, ein alter blinder Seher sWahr-sager) aus Theben (in Griechenland). Da-her etwa auch andere Seher so genanntwerde».

Tiro sin der Mehrheit Tirotle» llat.).

>. ehemals jeder junge Römer, der im 17tenJahre zum Kriegsdienste sab>g erklärt wurde,folglich Anfänger in der Kriegskunst war;daher: 2. jeder Anfänger in Geschäften,Künsten und Wissenschaften, Lehrling. —Tirociniuin, Probest,ick.

Tiscme. stehe Ptisane.

Tisiphoiie («riech.), in der Fabellehre,eine der drei Furie».

'«,-»» (fran;.), Gewebt.

Titel» sgriech.), Name deS Helios, Son-nengott, Sonne. — Titane» , die sämmt-liche» Söhn« d«S Uranus und Bruder Sa-turns Niesen, welch« in Verbindung mitden Giganten, de» Himmel stürmte»und den Jupiter bekriegte», von diesemaber in den Tartarus hinuntergeschleudertwurden. — ES gibt auch ein Metall vondunkler Knpferfarde, welches Titan oderTitnniuni heißt, Neukupfer-

Titilleitio» (lat.), Kitzel, EmpfindungdeS Kitzels.

Titthe, Titthis. Titthos sgriech.),die Zitze, Brustwarze.

titubiren slat.), i. stammeln, stocke»;2. wanke»; nicht fest stehen; Z. betroffensei»; nicht wissen, waS man reden oderthu» soll. — Diesem Zeitworte entsprichtdas Hauptivork Titubertion.

Titulus, Titel (lat.), « Benennung,Ehren- oder AmtSname; 2. Aufschrift, Ue-berschrift eines Buches ic-; 5. NechtSgrund,