Tituskopf.
Vorwand. — Titularius, der nur ei»«»bloße» Titel, aber kein Amt hat; z. B.Tilular-Rath, Titelrath. — Titular»Auch, Buch. welches die übliche» Titu-latnren der öffentliche» AmtS- und Stau-deSpersone» enthalt. — Titulatur. Eb-rendeneunung; das Titelwesrn, die Beiire-lung. — tttulirrn. betiteln, benennen,einem einen Titel oder Name» gebe». —qua liiuto? mit welchem RechtSgrnndt? —r-ieo iliulo (8. 'r.I, siebe A. — Muioxl-»o oder >oio, mit vollständigem Titel.— iiiulo ,,,-eiur» , unter einem scheint,»'ren Vorwande. — >i>»>» ju-io, auf recht-mäßige Weise. — liiul« oxeroro , mitübernommener Beschwerde.
Tituskopf, ein Kopf mit kurzen, ge-schnittenen krausen Haaren.
Titpus, in der Fadellehre ein Riese,der wegen einer Kränkung, welch« er derLatona anthun wollte, von Jupiter dadurchbestrast wurde, daß ein Geier seine Lederfraß, die immer wieder nachwuchs.
Tmests (griech.), Worttheilung, wen»man ein zusammengesetztes Wort theilt, und«in anderes dazwischensetzt, z. B <,»« »>-
rniigu« r,,,it für guocungu« IN« r-pit.
Tonst sengl. sprich: Tobst», t. einTriiikspruch, eine Gesnndheit. Eine» Tonstausbringen, eine Gesundheit ausbringen,einen Trinkspruch vortragen, wofür manauch daS Zeitwort toa stiren gebraucht;2. Tbeebrodt. '
toi-«»!« oder l oeeaiittii sital). ein fürdaS Elavier oder die Orgel eingerichtetesMusikstück, wo beide Hanke häufig abwech-seln.
ToccntegU sital.», (gewöhnlich Toc<cntilje). eine Art Bretspiel, soviel alsTriktrnk.
tockire» sital.), die Gläser beim Trin-ken zusammenstoßen, anschlage». — tockirtheißt in der Malerkunst, ei» starker, nn-verschmolzenrc Zarbenanslrag. ivodei jederPinselstrich eben die Wirkung thut, alsviele fleißige; was frei und keck entwor-fen ist.
Toga(lat-), ein weites, weiß-wolleneSOdeikleid der allen Römer, aus welchemder rechte Arm frei heraushing. Weildieses Obergewand nur in ZriedenSzeitengetrogen wurde, so bedeutet daS Wort bis-weilen auch den FriedenSznstand. — Bis
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zum I7te» Jahre waren die jungen Römermit der >->x, ,,«,«>«,>, , einer mit Purpurverbrämten Toga bekleidet, dergleichen auchdie obrigkeitlichen Personen und Priestertrugen. (Siehe pr,«ie,i,.) Sodann tratan die Stell« jenes Kleides die log, riri-li- <die männliche), oder p»e» (die reine»,die einfache weiße. — Wer sich um einAmt-bewarb, zog eine log, cn<liä,, «in«glänzend weiße Toga an.
Toilette (franz. sprich: Toalett),Pntztisch, Nacht - oder Morgentisch der Da-men. — die Toilette mache», sich an-pntzen, anziehen.
Toise (franz. sprich: Toahs'), einsranzösischeS Längenmaß von sechs Fuß;«in Klafter.
Toisoii'Fest (vom franz. loiron ä'o«,sprich: Toalong dohr), goldenes Vließoder Widderfell. die feierlichen Tag« inWien, wo die Ritter deS goldenen DließeSjährlich zweimal in ihrer vollen OrkenSklei-düng bei Kos« erschienen. An diesem Festewurden auch neue Ritter «rnannt und Be-förderungen vorgenommen.
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Tokkatille, Tokkadille, siehe 'r»>:-
Tokologie (griech.), GedurtSlehre.
tolerabel (lat.), erträglich, leidlich,was zu dulde» ist - tolerant, duldsam,verträglich. besonders gegen Andersgläu-bige. — Toleranz, Duldung, Duldsam,keit, besonders gegen Andersgläubige. —tolttiren, dulden, ertragen, leiden; ge-schehe» lasse».
Toüpatschen, siehe Talpaschen.
Ton«. Tomus (griech.), ein Theil,Band eines BncheS.
Tomahawk, indianisch« (nordamerika-nische» Streitark-
Tonibak, ein dem Golde ähnliches Me-tallgemisch, gewöhnlich auS Kupfer, Zinnund Zink zusammengesetzt, Geldkupfer.
Tombola (ital.), ein Lottospiel, daSin italienische» Theatern gespielt wird.
Tomotokie (griech.), Schnittgeburt,Anwendung d«S Kaiserschnittes.
»)Tokajer, der beste Wein in Ungarn,von dem dortigen Marktflecken Tokai.