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J.C. Schweizer's Fremdwörterbuch : zur Erklärung fremder Wörter und Redensarten, besonders in Bezug auf Alterthumskunde, Geschichte, Medizin, Rechtswissenschaft und Technologie
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540 Toupet.

rtn, zum Mitleid bewege»; 4. beleidigen,necken. — touchant, rührend, herzan-greifend.

Toupet (franz. sprich: Toupeh), dieHaarkrause über der Stirn, Etirnkrause.— toupirkil, die Haare kräuseln.

Tour (franz.), 1. Umgang im Kreiseherum, Gang. Spaziergang, kleine Reise;2. die Reihe oder Ordnung, die einentrifft; z. B. die Tour kommt an dich;Z. ein Theil oder Abschnitt eines Tanzes,Tanzveranderung. Wendung; 4. ein arger,listiger Streich; einem eine» Tourspielen. — Haar-Tour, Aufsatz vonfalschen Haarlocke» , Haaraufsatz; auch Haar-geflecht.—>«»>'» tnui-, wechselweise, einsums andere. — ><»,? Se korce, Gewalt,streich. — Tourist, ei» Umherreisender.

tourintiitl'ren (franz .)7 plagen, guck-len, peinigen.

lournS (franz.), umgedreht, die Karteumgeschlagen. — Tour»e-broche(sprich:Turubrosch), Brakspießdreher, Braten-wender. — Tournenicilt (sprich: Tur.nemang), künstliche Pferdfchwenkung.—Tournier. Turnier, Name feierlicherRitterspiele im Mittelalter, zu Roß oderzu Fuß, welche in kriegerischen Weitkam.psen und Uebungen, alS: Lanzenbrechen,Kampfe» mit dem Schwerte, Ringelstechen,u. s. w bestanden, und bei welchen die Ge-schicktesten und Tapfersteil bestimmte Preiseaus den Handen der Damen erhielten. —Tourm'quet (sprich: Turniggeh), I.ein Drebkreuz am Eingänge eines Weges;2. eine Adecpreffe. Dasselbe mit Torcu-lar (stehe dieses Work). — touriilereii,t. drehen, wenden, eine Wendung gebe»;2. an einem Ritterspiele Tbeii nehme»;Z. tobe», ivükhen, lärme»; 4. im Kriege,umgebe», einen in den Rücke» nehmen.—- conto turitireti, zum Vortheil aus.schlagen. — Tourillire^ >. die Wen,düng, die man einer Sache gibt, gewandteDarstellungSweise, Vortragsart, Gewandt-heit; 2. Gestalt, Bildung, Haltung.

Tournois (franz. sprich: Turnoah),nach dem Münzfüße von TourS, ^we-niger, als derjenige von PariS.

io»t (franz. sprich: tuh). Alles, dasGanze. — Der 't'out, der Durchgaiig imKartenspiele, Allstich.

Traktat-.

tont ^ snit (franz. sprich: tut a fäh),ganz und gar.

tont conittie ober non» (franz. sprich:

tuh ggom' scheb nuhj, alles so wie beiunS; gerade wie bei uns.

tont en-cinlil« (franz. sprich: tut ang-sambel). Alles mit einander.

tont ö«-uii- (franz. sprich: lutt swit),sogleich, auf der Stelle.

Tower (engl. sprich: Taur. v. lak.lui'i'i-, Thurm), ein altes festes, mit einemWassergraben umgebenes Schloß am außer-sten Ende der City (des östlichen Theils)von London, welches zum StaatSgefang-niste dient. (Der Tower ist ja nicht zuverwechseln mit Dow er, einer EalaiS ge-genüberliegenden Stadt.)

Toxikuiii lgriech.). Gift. - Toxi-kologie, Giftlehre, Lehre von den Gifte».

Trabant, t. Nachireter. Leibwächteroder Begleiter eines Fürsten zu Fuß oderPferd; 2. ein Nebenplanet, der einenHauptplaneten begleitet. Vgl. Satellit.

Tracafferie (franz.), Leckerei, Pla-ckerei. — tracassiren, veriren, placke»,Scünkereien machen-

Trace,(franz. sprich: Trafst), eigentl.Spur; häufiger: Umriß, Zeichnung. —traciren, entwerfen, zeichnen; abstecken.

Trachea (grirch), Luftröhre. — tra-cheal, zur Luftröhre gehörig. — Tya-cheitis, Lnftröhrenentziiiiduiig. — Tra<cheotontte, Luftröhreiischnitt. — Trache-lopanus, HalSdrüsengeschivulst. — Tra»chelophyina , HalSgeschwulst.

Trachyphonie (griech.), rauhe, hei-sere Stimme.

Trachzpt. ein Gesteiii aus einer fein-körnig gemengten Grundmasse und Kry-stallen von glastgem Feldspakh.

tractabel (lat.), traitabel (franz.),mit dem wohl umzugehen ist, Vertragsani.biegsam, geschmeidig. (Von tractireil.)

Tractat (lak.), I. eine Abhandlung,Schrift über etwas; 2. Vergleich, abge-schlossene Uebereiiikunft, gegenseitige schrift-liche Abrede, Vertrag. — Friedens-Tractate», Friedensunterbandliingen. —Tractätleili. Tractätche» . kleineSchrift, besonders religiösen Inhalts, mitdem Nebeubegriffe des Abgeschmackten und