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J.C. Schweizer's Fremdwörterbuch : zur Erklärung fremder Wörter und Redensarten, besonders in Bezug auf Alterthumskunde, Geschichte, Medizin, Rechtswissenschaft und Technologie
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tradiren-

Traitcmt.

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Kopfverivirrenden. - Tractament (lat->,

1. die Behandlung, Begegnung; 2. Löh-nung, Besoldung; 3. Beivirthung, Ehren-mal, SchmauS, Gasterei- — Tractan-den, die zu behandelnden Punkte- —Tractanden-Tircular, ein Umlauf-schreiben, welches die in einer Versamm-lung zu berathenden Punkte enthalt. —tracliren, 1. behandeln, einem begeg-nen, mit einem gut oder schlecht umgehe» :

2. unterhandeln, einen Tractat mache»;Z. bewirthen, eine» SchmauS gebe»; 4. ab-bandeln, vortragen. — Tractns , >-Strich Landes, eine Strecke; 2. katholi-scher Zastengesang in der Messe zwischenEpistel und Evangelium. — Daher Tract,Trakt, die Richtung, die eine Etsendahndurch eine Gegend nimmt.

tradiern (lat.), übergeben, überliefern,mündlich fortpflanzen. — Tradition, 1.AuSliefernng, Uebergabe; 2. mündliche

Sage, mündlich fortgepflanzte Nachrichtvon Dingen, Ueberlieferung. — traditio-nell, traditionell oder traditiv , übec-lieferungsweise, der Ueberlieferung, Sagegemäß, wie etwas auS der Vorzeit über-liefert wurde-

traduciren (lat.), 1. übersetzen; 2.durchziehen , verleumdet,; 3. vor Gerichtziehen. — Traduction , >. Uebersetzung;2. Verleumdung: Z. Ueberlieferung anSGericht. — Traductions-Gyliem . dieSeelenfortpfianzungSlehre, oder die Be-hauptung, daß die Seelen von den Elternauf die Kinder fortgepflanzt werde», ge-rade wie die Flamme eines brennendenLichtes auf ei» noch nicht brennendes über-geleitet werde. Die Anhänger dieser Lehreheißen Traducianer, Traduzianer,woraus wieder das Wort Traducianis-mus gebildet worden ist.

Trafic, Trafik lfcanz.) , der Handel,das Gewerbe, der Verkehr. — trafiqui-ren, trafikirrn- handeln, ei» Gewerbeoder eine» Verkehr treiben. — Trafi-quant, Trafikant, ein Handelsmann,der selbstverarbeitete Dinge rm Große» undKleinen verkauft.

Tragant, Traganth (eigentlich Tra-gakantd (griech.), ein weißliches Gummiohne Geruch, von süßlichem »»kräftigenGeschmacke, das ans dem morgenländische»Tragant- oder BockSbartstcauch gezogen undvon den Apothekern, Färbern und Zucker-

bäcker» gebraucht wird. Daher Tragant-Arbeit, diejenige Zuckerbackecei, wo anSeiner Masse von Zucker, Kraftmebl undTragant allerlei Spielzeuge für Kinder, Ver-zierungen der Tafelaufsätze u. dergl. ver-fertigt werden.

Tragen oder Tragema (griech.),gröblich gestoßenes Pulver-

Tragelaphus . Tragclaph (griech. 1 ,Bockhirfch. ei» fabelhaftes Thier; auch ei»Trinkgeschirr, worauf ei» solcher Hirschdargestellt war.

Tragikomödie, Tragicomö-ie(gr.),1. eine theatralische Vorstellung, deren Ge-genstand wichtig und ernst, aber auf einekomisch« Art behandelt ist; ein Schauspiel,welches abwechselnd weinen und lache»macht; 2. eine Sache, welche zwar lustiganfangt, aber traurig endet. — tragi-komisch, weinerlich lustig. bald zum Wei-nen und bald zum Lachen; halb lustig, halbtraurig. — tragisch, tranerspielarkig, trau-rig, kläglich, schrecklich. — Tragödie,

I. ein Trauerspiel; 2. ein kläglicher. trau-riger Vorfall, unglückliche Begebenheit.

Trogomaschalte (griech.), BockSge-ruch. Geruch der Achselhöhlen — auchTragus-

Traillc (franz. sprich : Trallje), Fähr-seil, Tau und Rolle zur Bewegung einerfliegenden Brücke; auch die fliegende Brückeselbst.

Train (franz. sprich: Träng), t.Zug,Gefolge. Geschützzug, Gepäck. Troß einesHeereS; z. E. Artillerie-Train, derSiückzug, die Stücke oder Kanone», mitdem dazu gehörigen Gefolge; 2. der ge-wöhnliche Gang der Dinge. — ii-aj»sei», im Zuge. wirksam, auf den Beinensei». — Trainard, Trai»eur(eu wieöh), Nachzügler. — trainiren. schlep-peil, dehne» , i» die Länge ziehen , auf-halten. hinhalten, verzögern. — ein Pferdtrainiren . erziehen . abrichte» , zum Welt-rennen geschickt mache».

Trait (franz. sprich: Tcäh), 1. Ge-stchlSzug; 2. Zug oder Strich mit der Fe-der oder mit dem Pinsel; Z. (ein schöneroder schlechter) GemüihSzug , Eharakterzug ;4. ein böser Streich, den man einem spielt.

traitabel, siehe tractabei.

Trattant (franz. sprich: Tcätang),ei» Pächter der öffentlichen Gefall«.