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F lüchte,
Eine in unsern Gärten häufig cultivirt werdende Pflanze. Die kugeligen,genabelten, weifsen, rothen oder carmesinrothen, erbsengrofsen Beeren von säuer-lich süfsem Gescbmacke. Untersucht von Proust und Richter, enthalten Ci-tronen- und Aepfelsäure, Zucker und, neben Farbestoff, den Smith son unter-suchte, Gross ul in, von Guibourt rein dargestellt. John hielt cs für Bas-sorin. Guibourt’s Gross ulin scheint identisch mit Braconnot’s pec-tischer Säure; Meifsner’s Gallertsäure. Braconnot stellte später (1831)Versuche über seine pectische Säure an und nennt die Pflanzengallertc Poetin,welches mit einer thierisch vegetabilischen Materie vorzüglich die Eigen-schaften des Johannisbeerensafts bestimmt. Das Grossulin giebt mit Salpeter-säure viel Kleesäure: Henry. Man bereitet aus den Johannisbeeren einen Saft,Syrup Ribium rubrorum, ein Gelee, durch Gührung mit Zucker den Jo-liannisbeerwein. Die Citronensäure abzuscheiden lehrte Chevallicr. Dieschwarzen Johannisbeeren, Ribes nigrum, gebrauchte man früher auch. DerSaft ist ein gutes Reagens auf Kalien: Oswald; er enthält viel Eisen: Har-ley, giebt 131/2 Proc. Alkohol. Die jungen grünen Blätter dienen zum Tliec.
Nr. 406. FRUCTUS RUBI IDAEI.
Baccae Rubi idaei. Himbeeren. Hohlbeeren. Hindbeeren. !
Rnbus idaeus Linn. Gemeine Himbeere. Icosandria, Polygynia.
CI. XII. Ord. 3. Familie der Rosaceen.
Ein bei uns bekannter Strauch. Die beinahe halbkugelförmige, oben erha-bene, unten wegen des eingefügten keulenförmigen Fruchtbodens hohle Beere. \Sie wird aus vielen kleinen, rundlichen, aneinander hängenden Steinfrüchten ge- 'bildet, in deren Mark ein kleiner, harter, grubiger, länglicher Saamen enthalten ßist. Von Farbe gewöhnlich roth, doch auch weifs und gelb. Geruch angenehm, Ierquickend. Geschmack säuerlich siifs. Sie enthalten Aepfcl - und Citronensäure, Idie Saamen Oel?: Blafs, und Schleim: Martins, der sich zeigt, wenn man 1die Saamen in Wasser einweicht. Man bereitet aus den Himbeeren den Syru- 1pus Rubi^ idaei und das Aqua Rubi/ idaei, welches letztere gerne sauer Jwird, wenn man nicht Kali oder Kalk bei seiner Darstellung zusetzt. Zusatz vonWeingeist macht es augenelnner riechend. In feuchten Jahren ist der Saft jedochnicht so hochroth gefärbt als in trocknen. Brcchweinsfeinlösung macht ihnroth violett: Martins. Durch Gährung geben die Himbeeren wenig Alkohol: Berg.Beim Sammeln linden sich häufig kleine Insectenlarven.
Nr, 407. FRUCTUS SEBESTENAE.
Sebesten. , Myxae. Bukampadaruka (Sans.). Nekra (Tel.). Vidimaram (Tarn.). Lesura (Hind.). Buhooarie (Beng.). Lolu (Cyng.).Kendal (Jav.). Sebesten. Schwarze Brustbeerlein. Brustbeere.
1) Cor di a Myxa Linn. Cordia Sehest ena Forsh. Cordia afri-
Cana L am. Cordia dobiestica Roth. Cordia obliqua JVilld. Sebestena
officinalis Gärtn. Cornus sanguinea Forsh. Schwarze Sebeste. Pentan- jdria, Monogynia. CI. V. Ord. 1. Familie der Asperifolien.
2) Cordia Sebestena Linn. Cordia juglandifolia Jacq. Sebe- 1stencordie.
Bäume
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