Band 
Fünfter Band.
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welche uns dermal noch mangeln. Es ist nicht zu läugnen, daß namentlich die vonmir auf obiger Tafel abgebildeten Falter, welchen der Name Lucens beigelegt wurde,von lVictitans und Fucosa sehr wesentlich abweichen, doch eben so sicher ist es auch,daß sie gewiß weniger zu Nictitans, sondern eh end er zu der von Niciitans schon y

früher getrennten Fucosa gehören, und daher vorerst aus einen neuen Namen nochkeinen gegründeten Anspruch im System machen können, indem die weitern 2 Exem-plare, welche mir mit diesen beiden von Hrn. v. Weißenborn ebenfalls als I-ucr-usmitgetheilt wurden, mit meiner Abart Fucosa, wovon ich dermal noch 7 Exemplarevor mir habe, ganz genau übereinkommen. Zweierlei Arten, nämlich Nictitans undFucosa, dürften indessen ganz bestimmt für die Zukunft angenommen werden, da sichbeide Eulen standhaft trennen, nicht sowol durch die verschiedenartigen Zeichnungen derMackeln, welche Treitschke im 10. Bd. 2. Abth. S. 60 unrichtig als Unterscheidungs-merkmal bezeichnet, sondern vielmehr durch die abweichende Größe und mehr verschie-denen Zeichnungen der Binden und Adern auf den Vorderflügeln, welche, wie ichschon oben sagte, ein geübtes Auge leicht entdeckt. Herr von Weißenborn hatte dieGüte, mir zu eröffnen, daß diese Eule von dem Metallarbeiter Herrn Keitel in Ber-lin, welcher ein äußerst thätiger nnd gewandter Sammler seyn soll, bei Berlin zuerst **aufgefunden wurde, und unter dem Namen N. Lucens in entomologischen Verkehrkam. Was die Farben betrifft, so weichen allerdings diese Eulen außerordentlich ab,wie mir meine vorliegenden, ächten Niciitans bestätigen. Die Mackeln bei solchen sindzwar gewöhnlich sehr deutlich, meistens von weißgclber Farbe, aber ich fieng auchNictitans nicht selten im August auf blühender Goldruthe, Solidago virgaurea, wel-che statt der weißgelben, öfters auch orangenfarbene Mackeln zeigen, und bei Fucosascheint dieß der nämliche Fall zu seyn, daher die Färbung selbst, bei diesen Arten keinsicheres Merkmal darbietet.

Was endlich die Naturgeschichte dieser Arten betrifft, so vermuthe ich, daß derenRaupen mit jener von N. Flavago übereinkommen dürften, und wahrscheinlich in denStengeln der Goldruthe oder anderer ähnlicher markiger Pflanzen leben werden.