Band 
Erster Band.
Seite
VIII
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Vorrede.

Philipp N. von Spanien, und Ludwig XIV.von Frankreich befolgten, mit aller Macht ihresOrdens unterstützt, und man hat in der ganzen Ge-schichte kein Beyspiel, daß die Jesuiten auch nur eineinzigesmal das Recht des Schwachem gegen das Rechtdes Stärker» in besondern Schuh genommen hätten.

Was man an ihrer sogenannten Erziehungskunstin neuern Zeiten zu rühmen fand, verschwindet vondem Augenblicke an, als wir ohne vorgefaßte Meynungredlich und unpartheyisch den gegenwärtigen Zustandder Wissenschaften und der öffentlichen Erziehung zuuntersuchen und zu beurtheilen uns Mühe geben. Wiewerden bey einer solchen Untersuchung finden, daß seitAufhebung der Jesuiten weder die Wissenschaften imAllgemeinen noch die Erziehung der Jugend verlorenhaben. Was die Wissenschaften betrift, so hat esselbst während der glänzendsten Jesuitenepoche, unterKatholiken sogar, die nicht aus ihrer Schule waren,Gelehrte gegeben, deren Verdienste selbst die berühm-testen Polyhistoren der Gesellschaft nie aufwiegen konn-ten. Und wenn auch dieses der Fall nicht wäre, sokann doch wohl der Umstand, daß seit ihrer Aufhebungim Schooße der katholischen Kirche sich mehrere tref-liche Köpfe ausbildeten, hinlänglich die Prahlerey zu-rückschlagen, daß es nur Jesuiten habe gelingen können,gute Köpfe zu bilden. Mit viel stärker» Gründen