Band 
Erster Band.
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IX
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IX

Vorrede.

läßt es sich erweisen, daß sie den Wissenschaften mehrgeschadet als genutzet, und daß sie die glücklichen Anla-gen, womit manche ihrer Scholaren versehen waren,mehr unterdrückt als ausgebildet haben. Man wirddoch nicht etwa meinen, ihr thomistischec und aristote-lischer Sauerteig habe die Theologie und die Philoso-phie mit richtigen Begriffen erweitern können? Manwird doch nicht glauben, daß ihr Probabilismus ei»Gewinn für die Sittenlehre gewesen sey? Nach Auf-hebung ihres Ordens sind doch wohl nur jene als guteKöpfe bemerkt worden, welche, dem Ordens, und Schul-zwange entlassen, mit mehr Freyheit die Kräfte ihresGeistes üben konnten. Während ihrer Verbindungvereinigte sich die ganze Kultur der Völker in ihremOrden. Seit dreyßig Jahren hingegen verbreitete sichdieselbe auch über andere Klassen und Gesellschaften,und es war, was vormahls selten geschah, der Fallnicht mehr ungewöhnlich, daß selbst aus den von Je-suiten verachteten Mönchsklöstern Gelehrte hervorgin-gen, denen nur der Jesuitische Eigendünkel fehlte, umin eben so blendendem Schimmer zu glänzen, in wel-chem die Jesuiten von zufälligen Umständen begünstigtaufzutreten pflegten.

Die Jugenderziehung hat seit Aufhebung der Je-suiten so sichtbar gewonnen, daß es schlechterdings un-begreiflich ist, wie man gar noch wegen des Bedürfnis-