Geschichte der Jesuiten. »79
Henken waren noch eine Menge Unteroffiziers. Der Nexusdieses Gouvernements war so beschaffen, daß die niedri-gern Bedienten den Nectorcn, diese den Provincialen, unddie Provincialen dem Generale untergeordnet waren.
Unter andern Untcrbedienten waren auch vier Assi«stcntcn, welche die Congregation nach einer Eeneralswahlernannte, und vier andere, welche der General selbst sichwählte; Generalprocuratorcn, deren vereine bey dem Pap-ste, die übrigen aber bey den katholischen Fürsten in Eu-ropa die Geschäfte des Ordens besorgten; für jede Provinzein Visitator, ein Generalsecretair, der in Rom seinen be«ständigen Sitz hatte, und ein Monitor, der dem Generalezur Seite war. In den Collegicn und übrigen Häusernbefanden sich gleichfalls Unterbediente, Consultatoren, Pro«curatoren und Monitoren.
Die Gesellschaft hatte ihre Generalcongregationen,welchen die Deputirten aus den Provinzen vorstunden, undwelche immer in Rom gehalten wurden. Außer den Gerneralswahlen durste sich die Congregation nur selten, undbloß in äußerst dringenden Fällen versammeln. Diesen-Congregationen wohnten der General, wenn er noch amLeben war, widrigenfalls der Generalvicar, vier Assisten-ten, und von jeder Provinz drey Professen von vier Ge-lübden bey, worunter der Provincial begriffen war. Nurdiese Congregationen hatten das Recht, den General zuWahlen. Die Wählenden verschlossen sich, wie bey einerPapstwahl, in ein Conclave, und erhielten zu ihrem Un-terhalte nur Wasser und Brod, so lange die Wahl dau-erte.
Nur Professe von vier Gelübden konnten zur Gene-ralswürde erhoben werden. Sie mußten sich durch geisti-ge und körperliche Vorzüge von allen Uebrigen auszeichnen.Die Constitutionen verlangten, daß der General ein Musteraller Lugenden, frey von allen unordentlichen Leidenschaf,ten, streng und milde, großmüthig, an Verstandeskräften